Bombay-Terroristen erhielten Auftrag aus Pakistan

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Bombay-Terroristen erhielten Auftrag aus Pakistan

Die Attentäter von Bombay (Mumbai), die im November in der indischen Finanzmetropole 163 Menschen töteten, haben während der zweieinhalbtägigen Anschlagsserie genaue Anweisungen per Telefon bekommen. Das berichtete die englischsprachige Zeitung "The Hindu" am Mittwoch unter Berufung auf Protokolle abgefangener Telefonate, die aus dem Ermittlungsdossier der indischen Behörden stammen.

Der in Indien inhaftierte mutmaßliche Attentäter von Bombay ist pakistanischer Staatsbürger. Das Informationsministerium in Islamabad bestätigte am Mittwoch, was Indien schon seit den verheerenden Anschlägen vom 26. November geltend macht. Bisher hatte es aus Islamabad immer geheißen, der Verdächtige sei nicht in Pakistan registriert.

"Größtmöglicher Schaden"
Die Angreifer führten dem Bericht zufolge mehrfach Telefongespräche mit sechs "in Pakistan ansässigen" Koordinatoren. Die Angreifer in dem Luxushotel Oberoi Trident sollen auf diese Weise den Befehl erhalten haben, "den größtmöglichen Schaden anzurichten" und "alle Geiseln außer den beiden Muslimen" zu töten.

Ein Koordinator gab einem Angreifer in dem Hotel dem Bericht zufolge die Anweisung, beim Erschießen der Geiseln sein "Telefon eingeschaltet zu lassen, damit wir die Schüsse hören können". Den Angreifern in einem jüdischen Kulturzentrum befahl einer der Befehlsgeber, die dortigen Geiseln zu töten, da dies die Beziehungen zwischen Israel und Indien beeinträchtigen werde.

Navi-Geräte für den Seeweg
Dem Bericht zufolge enthält das Ermittlungsdossier, das nach indischen Angaben die Verantwortung pakistanischer Extremisten für die Anschläge beweisen soll, auch Angaben zu Waffen und anderen Ausrüstungsgegenständen der Angreifer, die in Pakistan hergestellt worden seien. In Navigationsgeräten sollen zudem die Koordinaten für den Seeweg von Pakistan nach Indien eingespeichert gewesen sein.

Der indische Regierungschef Manmohan Singh hatte gesagt, die Anschläge in Bombay seien eindeutig von der in Pakistan ansässigen islamistischen Terrorgruppe Lashkar-e-Taiba verübt und mit Unterstützung pakistanischer Behörden vorbereitet worden. Indien hatte Pakistan am Montag die Ermittlungsakten zu den Terroranschlägen übergeben. Pakistan weist die Vorwürfe zurück.

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