Kanada stuft USA als Folterland ein - Proteste

Neues Handbuch

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Kanada stuft USA als Folterland ein - Proteste

Die USA haben dagegen protestiert, vom kanadischen Außenministerium als Folterstaat eingestuft zu werden. Es sei absurd und beleidigend, mit Staaten wie dem Iran und China in eine Reihe gestellt zu werden, sagte der US-Botschafter in Toronto, David Wilkins, am Freitag der Nachrichtenagentur AP. Er habe daher beim kanadischen Außenministerium sehr nachdrücklich gefordert, von dieser Liste entfernt zu werden.

Bei dem Dokument handelt es sich um ein Ausbildungshandbuch für kanadische Diplomaten. Darin werden die Vereinigten Staaten als ein Land aufgeführt, in dem Gefangene dem Risiko ausgesetzt seien, misshandelt und gefoltert zu werden. Dabei wurde sowohl auf das US-Gefangenenlager Guantanamo hingewiesen als auch auf Verhörtechniken wie das Ausziehen von Gefangenen, das Verbinden ihrer Augen und Schlafentzug. Als weitere Staaten mit Folterrisiko werden Israel, Afghanistan, China, Ägypten, Iran, Saudi-Arabien, Mexiko und Syrien genannt. Auch die israelische Botschaft forderte, aus dieser Liste entfernt zu werden, und erklärte, in Israel sei jede Form von Folter verboten.

Ein Sprecher des kanadischen Außenministeriums betonte, das Handbuch sei nur für Ausbildungszwecke bestimmt und sei kein Ausdruck der offiziellen Regierungspolitik. Das Handbuch verfolge die Absicht, die Teilnehmer der Ausbildungsklassen zu Diskussionen anzuregen, sagte der Sprecher Neil Hrab.

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