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Kuba schafft den Einheitslohn ab

Die kubanische Regierung hat die Abschaffung des Einheitslohns zugunsten erhöhter Produktivität angekündigt. Es gebe die Tendenz, "dass alle das Gleiche verdienen und diese Gleichmacherei ist nicht hilfreich", sagte der stellvertretende Arbeitsminister, Carlos Mateu, der offiziellen Zeitung "Granma" vom Mittwoch.

Elf Euro monatlich
In Zukunft solle jeder Arbeiter das verdienen, "was er zu produzieren fähig ist". In der staatlich kontrollierten Wirtschaft des Landes verdienen die meisten Kubaner monatlich umgerechnet im Durchschnitt rund elf Euro. Bei vielen Familien reichen die geringen Einkommen kaum bis zum Ende eines Monats, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen.

Es sei ungerecht und schädlich, Arbeitern weniger oder mehr zu zahlen, als sie verdienten, sagte Mateu der Zeitung weiter. Auch wer eine Dienstleistung anbiete, werde zukünftig für deren Qualität bezahlt. Das neue Gehaltssystem sei ein "Werkzeug" zur Steigerung von Produktivität und Qualität. Die bereits im Februar von der kommunistischen Regierung beschlossene Neuerung soll demnach spätestens ab Anfang August in allen Betrieben des Landes wirksam sein.

Liberalisierung geht voran
Die neue Regelung reiht sich in mehrere Liberalisierungsmaßnahmen ein, die der im Februar zum Nachfolger seines Bruders Fidel gewählte 76-jährige Raúl Castro seitdem getroffen hat. Unter anderem hob er das Verkaufsverbot für Computer, Fernseher und andere Elektrogeräte auf. Zur Freude vor allem der Jugend werden seit Mitte April zudem Handys frei verkauft, die allerdings sehr teuer sind.

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