Nepals Ex-König sucht eine Unterkunft

Astrologen helfen

Nepals Ex-König sucht eine Unterkunft

Der durch Ausrufung der Republik entthronte König Gyanendra von Nepal lässt sich vor seinem Auszug aus dem Narayanhiti-Palast in der Hauptstadt Kathmandu von Hof-Astrologen beraten. Während der frühere Kronprinz Paras bereits mit seiner Familie in eine Privatresidenz umzog, ist der Ex-Monarch noch auf der Suche nach einer neuen Unterkunft.

Astrologen beraten
Gyanendra habe sich mit Astrologen über den besten Zeitpunkt für einen Umzug beraten, berichtete die nepalesische Presse. Die Astrologen hätten ihm geraten, seinen Auszug aus dem Schloss nach Möglichkeit in der ersten Juli-Woche vorzunehmen. Aus dem Palast wird auf Beschluss des Parlaments ein Nationalmuseum.

Die Maoisten, die den künftigen Regierungschef stellen werden, hatten zugesagt, Gyanendra dürfe im Lande bleiben, wenn er sich an die Gesetze halte. Die Maoisten waren aus den allgemeinen Wahlen vom 10. April als stärkste Partei hervorgegangen. Bis 2006 hatten sie zehn Jahre einen bewaffneten Kampf gegen die Monarchie geführt. Mit der Änderung der Staatsform wurde ihre Kernforderung erfüllt.

Bereits im Vorjahr waren die Kompetenzen der Krone nach dem Ende der Königsdiktatur drastisch eingeschränkt worden, Gyanendra verlor jede politische Macht. Er hatte sich nach schweren Unruhen im April 2006 gezwungen gesehen, das 2002 von ihm aufgelöste Parlament wieder zusammentreten zu lassen und die Regierungsgewalt an die politischen Parteien zurückzugeben.

Thronfolge 2001
Gyanendra hatte 2001 den Thron des hinduistischen Himalaya-Landes bestiegen, nachdem sein älterer Bruder, König Birendra, dessen Frau Königin Aishwarya und weitere Mitglieder der Herrscherfamilie im Palast erschossen worden waren. Von einer Untersuchungskommission war Birendras Sohn Kronprinz Dipendra, der angeblich anschließend Selbstmord verübte, für das Blutbad verantwortlich gemacht. In der nepalesischen Bevölkerung herrschen erhebliche Zweifel an der offiziellen Version der damaligen Geschehnisse.

Regierungsbildung gescheitert
Wenige Tage nach der Ausrufung der Republik in Nepal ist die Regierungsbildung vorerst gescheitert. Die Parteien konnten sich am Montag nicht auf die Besetzung der Ämter des Regierungschefs und des Staatspräsidenten einigen. Die bei der Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung siegreichen Maoisten um ihren Führer Prachanda beanspruchten beide Posten. Die nepalesische Kongresspartei und die Kommunistische Partei forderten jedoch mindestens eines der beiden höchsten Ämter für sich.

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