07. 05. 2008, 12:37

Zwei Sorten kommen

EU hebt Österreichs Genmais-Importverbote auf

Ab sofort dürfen die Genmaissorten MON810 und T25 eingeführt werden, der Anbau bleibt aber untersagt. Politiker aller Couleurs sind sauer.

Die EU-Kommission hat am Mittwoch die österreichischen Importverbote für die Genmaissorten MON810 und T25 aufgehoben. Das Anbauverbot bleibt aber bestehen. Beide gentechnisch veränderten Maissorten dürfen damit nach Österreich in verarbeiteter Form eingeführt werden. Der Anbau bleibt nach wie vor untersagt.

Die Umweltminister hatten sich am 30. Oktober 2007 nicht mehrheitlich auf eine Verlängerung der Verbote einigen können. Daher ging die Entscheidung zurück zur EU-Kommission.

Pröll: "Druck der USA nachgegeben"
ÖVP-Landwirtschaftsminister Josef Pröll bedauerte die Entscheidung der Brüsseler Behörde. Pröll sei enttäuscht, dass die EU dem Druck der USA im Rahmen der WTO nachgegeben habe, so sein Sprecher. Immerhin bleibe aber das Anbauverbot für die gentechnisch veränderte Maissorten bestehen.

SPÖ: "Niemand will Gennahrung"
Bestürzt zeigte sich SPÖ-Umweltsprecherin Petra Bayr: Angesicht der breiten Ablehnung der Österreicher gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel sei die Entscheidung der EU-Kommission "die absolut falsche" gewesen. "Es müssen weiterhin Partnerschaften auf europäischer Ebene gesucht werden, um Gentechnik in unseren Nahrungsmitteln zu verhindern", so Bayr.

Grüne: "Wissenschafter gegen Lobby"
Der Grüne Landwirtschaftssprecher, Wolfgang Pirklhuber, plädiert dafür, die Risikobewertung neu zu organisieren: "Auf europäischer Ebene ist die Europäische Umweltagentur mit einzubeziehen, auf nationaler Ebene ist eine unabhängige Risiko- und Sicherheitsforschung zu etablieren, um dem Druck der Gentechnikkonzerne mit wissenschaftlichen Argumenten zu begegnen."

FPÖ: "Berechtigte Vorbehalte"
"Was zu befürchten war, ist eingetreten", fand FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz Christian Strache. Seit dem Vorjahr sei klar gewesen, "dass Brüssel einmal mehr der Gentechnik-Lobby das Wort reden und sich über die berechtigten Vorbehalte der Mitgliedsländer hinwegsetzen wird."

BZÖ: "EU fährt drüber"
Ein "bedauerlicher Sieg der EU-Gentechniklobby", meinte BZÖ-Umweltsprecher Nationalrat Veit Schalle. "Wieder einmal fährt die EU über die Köpfe der Österreicher drüber und ignoriert den Wunsch der überwiegenden Mehrheit der österreichischen Bevölkerung." Österreich müsse "alles dafür tun, seine hervorragende Lebensmittelqualität langfristig zu sichern".

Greenpeace: "Lobby wichtiger als Menschen"
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace ist empört: "Wieder einmal hat die EU-Kommission eindrucksvoll bewiesen, dass ihr die Interessen der Gentech-Lobby wichtiger sind als jene der Mehrheit der Menschen in Österreich", meinte Greenpeace-Gentechnikexperte Steffen Nichtenberger. Er forderte von Pröll, die Konsumenten vor Genfood zu schützen, z.B. durch ein Verbot des Einsatzes von Gentech-Mais in Lebens- und Futtermitteln im Rahmen des AMA-Gütesiegels.

Global 2000: "Pröll muss etwas tun"
Österreich habe für heuer keine Probleme, hieß es von Global 2000. Der Handel habe zugesichert, keine Gentech-Lebensmittel zu listen, und die Futtermittelindustrie werde keinen MON 810 auf den Markt bringen. Für die Zukunft sehen die Umweltschützer aber Pröll gefordert: "Wann setzt das Ministerium endlich durch, dass das AMA-Gütesiegel die Gentechfreiheit als Kriterium aufnimmt?", so Gentechnik-Sprecher Jens Karg.

Kommentar schreiben

Umaguma meint am 13.05.2008 13:17

für jedermann in Wikipedia lesbar was das für Früchtchen sind, mittlerweile sind in Spanien schon alle Böden gentechnisch so versaut (Pollenflug, etc.) das die Biolandwirte nicht mehr produzieren können.

pilot01 meint am 08.05.2008 09:12

Schön wurden und werden wir belogen, belogen, belogen!

Gianpaolo meint am 07.05.2008 22:47

Das wird janoch schlimmer, als unterm Kommunismus!
Dort hat es zwar wenig gegeben, das Aussehen der Verpackungen war deprimierend...
aber die haben nicht so einen Dreck fressen müssen!!
Fehlt nur noch, das man die Alten recyclet, und zu Lebensmittel verarbeitet, wie in einem utopischen Film!
Das Ganze ist ja haarsträubend.
Sollen doch die diesen Dreck fressen, die rot, schwarz oder grün gewählt haben.

loewe meint am 07.05.2008 22:00

wir wurden belogen und betrogen wie es aussieht, dank unseren unfähigen Politikern die zu Handlangern geworden sind und uns nicht mehr vertreten wie es sein sollte. Schande über Euch!

boyhunter100 meint am 07.05.2008 20:47

NÄCHSTES BESCHERT UNS DIE EU WAHRSCHEINLICH PEST LEPRA UND CHOLERA !

AndenCondor meint am 07.05.2008 20:28

....fordert - und die Eurokraten gehorchen!
Was wir brauchen - eine Regierung, die für ÖSTERREICHER ist und einen raschen Austritt aus diesem Korruptionistenverein!
Alles andere führt schnurstracks in den Abgrund!

bigherbie meint am 07.05.2008 18:17

...vor der Abstimmung zum Beitritt zur EU geheißen, wir müssen da unbedingt rein, da können wir mitreden, ansonsten werden wir überfahren und bleiben über! Jetzt haben wir eine Brüsseler Beamtendiktatur, die ohne Rücksicht über uns drüberfährt. Keine Spur von Mitreden! Nein zum EU-Vertrag! Die Länder sollen selbst entscheiden dürfen, was sie wollen!

elmer meint am 07.05.2008 17:47

Hat den Einzug gehalten der unterschied zur ehemaligen UDSSR ist nur der man läßt das Volk im Glauben in einer Demokratie zu leben.
Es lebe das Diktat,dank HBP ,Grün,SPÖ,ÖVP.

Butch meint am 07.05.2008 15:15

unteschrieben,jetzt geht es an,Verkehr,Genmais und über unser Trinkwasser wird die EU auch noch Entscheiden.

HausverstandAustria meint am 07.05.2008 15:44

Total Bescheuert sind diese Monster von der EU, denn das G.ift-F.utter sollen die GEHIRN-AMPUTIERTEN DOCH SELBER F.RESSEN, ABER NICHT UNSERE KINDER UND WIR !!!
EIN CONTERGAN HAT UNS GENÜGT !!!
DER TURBO-KAPITALISMUS SOLL AUSZEN VOR BLEIBEN !!!