Alle Infos zum Q4 e-tron

So gut wird Audis kompaktes Elektro-SUV

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Kurz vor der Weltpremiere wurden viele Details vom Q4 e-tron verraten.

Der VW  ID.4  und der Skoda  Enyaq iV  rollen in diesen Tagen zu den heimischen Händlern. Mit dem  Q4 e-tron (Sportback)  bringt auch Audi noch in diesem Jahr ein kompaktes SUV, das auf dem modularen Elektrobaukasten (MEB) basiert, in den Handel. Konkret soll der Markstart im Sommer erfolgen. Kurz vor der Weltpremiere geben die Ingolstädter nun viele Details über ihren Stromer preis. Dabei zeigt sich, dass sich der Q4 e-tron vor allem im Innenraum von seinen (günstigeren) Technik-Brüdern abgrenzt.

So gut wird Audis kompaktes Elektro-SUV
© Audi
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Abmessungen und Raumangebot

Optisch und bei den Abmessungen orientiert sich die Serienversion, die nur noch von einer auffälligen Folie leicht getarnt wird, stark an den Studien. Kein Wunder, schließlich hat Audi bei den Weltpremiere der Konzeptautos bereits gesagt, dass diese zu rund 90 Prozent der Serienversion entsprechen würden. Geändert wurden eigentlich nur noch die Türgriffe, die nun nicht mehr elektrisch ausfahren, sowie die Außenspiegel. Hier setzt Audi auf eine konventionelle Lösung - die virtuellen Außenspiegel des  e-tron (Sportback)  haben sich nicht als der Weisheit letzter Schluss erwiesen. Los geht es jedenfalls mit dem normalen Q4 e-tron. Die SUV-Coupé-Variante Q4 e-tron Sportback folgt etwas später. Mit 4.590 Millimeter Länge, 1.865 Millimeter Breite und 1.613 Millimeter Höhe ist der Q4 e-tron fast gleich groß wie ID.4 und Enyaq iV. Auch der Radstand von großzügigen 2,76 Meter ist nahezu identisch. Da der MEB extra für Elektroautos entwickelt wurde, fallen die Überhänge äußerst kurz aus. Die gesamte Technik (Batterien, E-Maschine(n), etc.) sitzt im Unterboden. Dementsprechend großzügig fällt das Platzangebot aus. Der Innenraum, der sich daraus ergibt, ist mit 1,83 Meter sogar ähnlich lang wie bei einem großen Oberklasse-SUV. Der Fahrer und seine bis zu vier Passagiere dürften also ein großzügiges Raumangebot zur Verfügung haben, auch weil statt eines Mitteltunnels nur eine flache Stufe existiert. Die Sitzposition in Reihe zwei ist fast sieben Zentimeter höher als vorne, was für eine gute Übersicht sorgt.

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© Audi
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Im Kofferraum des Q4 e-tron kommen 520 Liter Gepäck unter. Nach Umklappen der im Verhältnis 40:20:40 geteilten Lehnen stehen 1.490 Liter zur Verfügung. Das Stauvolumen der Ablagen inklusive Handschuhfach addiert sich auf 24,8 Liter. Ebenfalls praktisch: Die Mittelkonsole integriert zwei Cupholder, ein 4,4 Liter großes Staufach mit Deckel, zwei (optional vier) USB-C-Buchsen und auf Wunsch die Audi phone box für das Smartphone.

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Cockpit und Bedienung

Beim weitestgehend digitalem Bedien- und Anzeigekonzept orientiert sich der Q4 e-tron am neuen  e-tron GT . Für die Steuerung der Klimaautomatik gibt es also ein klassisches Bedienfeld und keinen separaten Touchscreen. Dadurch gelingt die Bedienung mit deutlich weniger Ablenkung als etwa in anderen Audi-Modellen oder auch im ID.4 und Enyaq iV, wo so gut wie alle Funktionen per Touchscreen gesteuert werden. Das restliche Bedienkonzept des Q4 e-tron gliedert sich in vier Ebenen: das digitale Kombiinstrument (virtual cockpit) für den Fahrer, das zentrale MMI Touch-Display (10,6 oder 11,6 Zoll), die Sprachsteuerung sowie das optionale Augmented Reality Head-up-Display. Letzteres stellt ein echtes Highlight dar.

Augmented Reality

Es spiegelt in zwei voneinander getrennten Ebenen – dem Status- und dem Augmented Reality (AR)-Bereich – diverse Informationen über die Windschutzscheibe. Die Hinweise einiger Assistenzsysteme, die Abbiegepfeile der Navigation sowie ihre Start- und Zielpunkte werden als Inhalte des AR-Bereichs an der jeweils richtigen Stelle optisch über die reale Außenwelt gelegt und dynamisch dargestellt. Sie erscheinen virtuell schwebend in einem physikalischen Abstand von etwa zehn Metern zum Fahrer. Auf der Straße zeigt die sogenannte Drohne – ein schwebender Pfeil – den nächsten Aktionspunkt auf der Route an. Sie verhält sich dynamisch: Vor einer Kreuzung beispielsweise kündigt zunächst der schwebende Pfeil das Abbiegemanöver an, bevor ein animierter Pfeil zielgenau in die Straße weist. Geht es danach geradeaus weiter, fliegt die Drohne voraus und verschwindet, um rechtzeitig vor dem nächsten Aktionspunkt wieder zu erscheinen. Im unteren Fenster des Nahbereichs ist die Distanz zur Abbiegestelle in Metern zu sehen.

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Das ist noch einmal deutlich aufwendiger als die AR-Anzeige in den VW-Stromern ID.3 und ID.4. Damit dürfte man wirklich nie mehr falsch abbiegen. Bisher kannten wir ein solches System nur von der neuen Mercedes  S-Klasse . Diese ist aber im absoluten Luxussegment und nicht in der Kompaktklasse angesiedelt. Das Sichtfenster (Field of View) für die AR-Inhalte entspricht aus der Fahrerperspektive einer Diagonale von etwa 70 Zoll bzw. 1,78 Meter (!). Unter ihm liegt ein flaches Nahbereichsfenster, der sogenannte Statusbereich. Er zeigt das gefahrene Tempo, die Verkehrszeichen sowie die Assistenz- und Navigationssymbole als statische Anzeigen, sie scheinen zirka drei Meter vor dem Fahrer zu schweben.

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Sprachsteuerung und Multifunktionslenkrad

Die Lenkräder im Doppelspeichen-Design des Q4 e-tron stehen in unterschiedlichen Ausführungen zur Wahl. Die oberen Speichen tragen Touch-Flächen, deren Funktionsbereiche hinterleuchtet sind und so die jeweils aktiven Tasten anzeigen. Beim Tastendruck erfolgt laut Audi ein haptisches Feedback. Wie beim Smartphone gibt es neben Touch-Gesten auch Wisch-Gesten, beispielsweise für das Scrollen durch Listen. Die Sprachsteuerung wird mit dem Befehl „Hey Audi“ aktiviert. Sie soll Eingaben und Anfragen auch in Alltagssprache verstehen, etwa „Wo ist das nächste Restaurant?“. Wenn die MMI Navigation plus an Bord ist, erfolgt der Abgleich in vielen Fällen online.

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Antrieb

Beim Antrieb lässt sich Audi noch nicht voll in die Karten schauen. Bisher wurden nur die Leistungsdaten der starken S-Variante veröffentlicht. Doch wir kennen auch schon die anderen Leistungsstufen. Der Q4 e-tron (Sportback) ist ja der technische Zwillingsbruder des Enyaq und des ID.4. Von Audi bestätigt ist der Q4 e-tron S (Sportback). Dieser verfügt über je einen Elektromotor pro Achse (elektrischer Allradantrieb ohne Kardanwelle) und eine Systemleistung von 306 PS. Die Reichweite gibt Audi mit 450 Kilometern an. Beim Modell ohne S soll die 82 kWh große Batterie sogar eine Reichweite von 500 Kilometern ermöglichen. An einer Schnellladesäule ist der große Akku laut Audi nach 30 Minuten zu 80 Prozent voll. Wer auch mit weniger Leistung und Reichweite auskommt, kann zu schwächeren Modellen greifen, die über nur einen Elektromotor an der Hinterachse verfügen (kein Allrad). Hier lohnt ein Blick zu den Konzernbrüdern. Denn deren schwächere Antriebe werden wohl auch im Audi ihren Dienst verrichten. Skoda und VW bieten ihre Elektro-SUVs als Einstiegsversion mit einer 55 kWh Batterie an. Der Elektromotor im Heck leistet 109 kW (148 PS) und die maximale Reichweite beträgt bis zu 340 Kilometer. Beim 132 kW (180 PS) starken Modell mit einem 62-kWh-Akku reicht der Strom für bis zu 390 Kilometer. Über die größte Reichweite von bis zu 500 Kilometern verfügt der Hecktriebler mit 82 kWh Batterie und 150 kW (204 PS).

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Verfügbarkeit und Konkurrenz

Der Q4 e-tron soll im Sommer in den Handel kommen. Die Sportback-Version folgt einige Monate später. Bisher hat Audi mit dem e-tron GT und dem  e-tron (Sporback)  nur hochpreisige Elektroautos im Programm. In der Elektrifizierungsstrategie der Marke spielt der Q4 e-tron somit eine besonders zentrale Rolle – er startet in ein attraktives und schnell wachsendes Marktsegment, die Klasse der kompakten SUV. Preislich wird es wohl bei knapp unter 50.000 Euro losgehen. Damit würde der Audi-Stromer in etwa auf dem Niveau des Mercedes  EQA  und des Tesla Model Y liegen. Der Volvo  C40 Recharge  ist teurer.

Noch mehr Infos über Audi finden Sie in unserem Marken-Channel.

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