Michael Bauer Bundesheer Masken Mundschutz Schutzmasken Corona

So werden sie gemacht

130.000 Camouflage-Masken für unser Heer

Auch unser Bundesheer schützt sich vor dem Coronavirus und fertigt hierzu eigene Masken an. 

Österreich zieht sich jetzt eine Maske über. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus wird jetzt in Supermärkten eine Maskenpflicht eingeführt. Ab 6. April, also kommenden Montag, soll diese dann bundesweit in Kraft treten. Die Händler sind dazu verpflichtet, den Mundschutz auszuhändigen. Aber nicht nur in den heimischen Lebensmittelgeschäften wird aufgerüstet. 
 
Auch unser Heer deckt sich mit den Schutzmasken ein - passend im Camouflage-Muster. 130.000 solcher Masken werden hierzu nach Vorgabe der Heeresbekleidungsanstalt produziert, schreibt Oberst Michael Bauer auf Twitter. "Ein Lasercutter schneidet die Zuschnitte; die Bundesheer-Schneidereien in ganz Österreich erhalten die zugeschnittenen Stoff-Pakete und Material und nähen im Homeoffice", schreibt er weiter. 
 
 

Covid-Broschüre empfiehlt Soldaten nicht zu viel grübeln

 
Das Bundesheer hat eine eigene Broschüre mit Covid-Verhaltensregeln für die Soldaten herausgegeben. Der 16-seitige Dienstbehelf hat das Motto "Körperlich Abstand halten - Im Geiste zusammenstehen". Darin wird Covid-19 den Soldaten militärisch erklärt und es wird ihnen empfohlen, nicht zu viel über das Virus nachzudenken.
 
"Zu viel Nachdenken über mögliche Ausgänge und Auswirkungen der Krise kann zusätzlichen Stress auslösen. Seien Sie sich dessen bewusst und versuchen Sie, das Grübeln auf ein gesundes Maß zu beschränken." Die Militärführung empfehlt den Soldaten weiters guten Schlaf und "positive Grundhaltung bewahren". "Erinnern Sie sich an all die Hürden der Vergangenheit, die Sie bereits überwunden haben, an Ihre Stärken, Talente und Fähigkeiten. Orientieren Sie sich an die Werte, die Ihnen Halt geben", heißt es in dem Dienstbehelf. "Die Bevölkerung ist Ihnen für Ihre unschätzbar wertvollen Dienste zutiefst dankbar."
 
Covid-19 wird den Soldaten zudem militärisch verständlich gemacht: Das Virus sei "ein Feind, den man nicht sehen, hören oder riechen kann, den man nicht mit Gewehren, Panzern oder Raketen bekämpfen kann." Man könne dem Virus aber mit "Solidarität, Gemeinschaft und Entschlossenheit" begegnen.
 
Neben den allgemein bekannten Vorsichtsmaßnahmen wie Abstandhalten und Hygieneempfehlungen sind in dem Dienstbehelf auch die Unterbringung in den Kasernen und Dienstfahrten geregelt. So sind die Stockbetten nur einzeln zu belegen, Spinde im ausreichenden Abstand aufzustellen, die Nassräume nur von kleinen Gruppen zu betreten. "Die dadurch längere Gesamtdauer der Hygieneverrichtungen vor allem am Morgen ist entsprechend einzuplanen", heißt es in der Broschüre. Bei Transporten ist die Zahl der Soldaten je nach Größe des Fahrzeuges zu reduzieren.
 
   "Das Wichtigste ist die Gesundheit unserer Soldaten. Und diese müssen wir erhalten. Ich habe daher die Streitkräfte beauftragt, die wesentlichen Regeln im gemeinsamen Kampf gegen Corona zusammenzufassen", erklärte Verteidigungsministerin Claudia Tanner (ÖVP). Die Broschüre diene dem Schutz der Grundwehrdiener, vor allem jenen, die am 1. April einrücken.
 


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