6.000 AstraZeneca-Dosen landen im Müll

Nach Tod von Krankenschwester

6.000 AstraZeneca-Dosen landen im Müll

37.000 Impfdosen aus der Charge, aus der die Dosis für die tote Frau kam, wurden bereits verimpft. Der Rest wird jetzt untersucht.     

Fragen. Der Tod der 49-jährigen Krankenschwester im Wiener AKH wirft weiter viele Fragen auf. Die dringlichste soll eine derzeit laufende Obduktion beantworten: welchen Zusammenhang es zwischen der AstraZeneca-Impfung der Frau in Zwettl und ihrem Tod letzten Sonntag gibt. Die AGES wurde mit der Aufklärung beauftragt, ihr behördlicher „Arm“ ist das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG). Dieses betonte, dass „es trotz zeitlicher Nähe keinen Hinweis auf einen kausalen Zusammenhang mit der Impfung gibt“.

Riesige Charge

Dennoch wird der Rest der AstraZeneca-Charge, aus der der Impfstoff für die Verstorbene stammte, nicht mehr ausgegeben. Die besagte Charge fiel mit einer Million Dosen sehr groß aus. Sie wanderte quer durch Europa. Gut 43.000 davon bekam Österreich, wo ein Großteil bereits verimpft wurde, 6.000 sollen noch vorhanden sein – diese werden jetzt nicht weiter verwendet und untersucht.

Stopp etwa in Kärnten

Dort hätten am Sonntag Lehrer im Klagenfurter Messezentrum geimpft werden sollen – sie wurden aber wegen des Chargen-Stopps wieder heimgeschickt. Ein Sprecher des Landes meinte: „Alle, die jetzt um ihre Impfung umfallen, werden so schnell wie möglich aus einer anderen Charge geimpft.“

Spürbare Unsicherheit

Das wirft weitere Fragen auf. 37.000 wurden bereits verimpft – nicht bekannt ist aber, wie sich die restlichen 6.000 der gestoppten Charge auf die Bundesländer verteilt haben. Das Gesundheitsministerium verweist auf das BASG, auf dessen Homepage am Sonntagnachmittag keine klare Information zum Anwendungsstopp der Charge gefunden werden konnte – nachdem dieser am Samstagabend aber verkündet worden war. Unsicherheit ist spürbar.

Einen Lichtblick gibt es: Der zweiten Krankenschwester (30) in Zwettl, die nach der Impfung eine Lungenembolie erlitt, soll es mittlerweile wieder besser gehen.

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