Erste Verlustbilanz in Tirol: Minus vier Milliarden Euro

Nach Ischgl-Gate

Erste Verlustbilanz in Tirol: Minus vier Milliarden Euro

Die Corona-Pandemie und die Ischgl-Affäre haben einen vehementen Einfluss auf die Tiroler Tourismusbranche: Verlust von 15 Mio. Nächtigungen und 4 Milliarden Euro Regionaleinkommen.

Coronavirus, Ischgl-Gate und skurrile Krisenkommunikation fordern ihren Tribut. Nach über 49,6 Millionen Nächtigungen in der vergangenen Saison nun die erste Ernüchterung: Laut einer Aussendung der Ennemoser Wirtschaftsberatung erwartet Tirol ein Minus von 15 Millionen Nächtigungen und einem Verlust von vier Milliarden Euro Umsatz zu rechnen.

Prognose für die kommende Saison: Minus zehn Millionen Nächtigungen

Die Consulting-Spezialisten rechnen für die aktuelle Saison in Tirol mit einem Rückgang von rund 5,1 Mio. Nächtigungen. Richtig düster wird die Erwartungshaltung für das kommende Jahr. Hier prognostizieren die Experten einen Rückgang von rund zehn Millionen Nächtigungen. Für das das gesamte Tourismusjahr 2019/20 erwartet man daher einen Rückgang von unglaublichen 14,7 Mio. Nächtigungen. Das bedeutet einen Rückgang von 30%. Somit wird dem Tourismus in Tirol rund € 2,3 Milliarden ausbleiben, wobei in dieser Summe die Ausgaben der Tagesgäste noch nicht eingerechnet sind. 

Durch die Verflechtung mit anderen Branchen verringert sich das durch den Tourismus generierte Tiroler Regionaleinkommen um über € 4 Milliarden. Nun heißt es in erster Linie Maßnahmen zu treffen, um die Liquidität für die kommende Durststrecke zu sichern. Kurzfristige Liquiditäts- und Finanzpläne werden daher eine Schlüsselfrage darstellen, so die Experten.

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