Italien: Bis zu 5 Jahre Haft für Corona-Sünder

Corona-Maßnahmen

Italien: Bis zu 5 Jahre Haft für Corona-Sünder

Die Regierung in Italien hat die Strafen für Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie drastisch erhöht.

Wer positiv auf das Coronavirus getestet sei und sich vorsätzlich nicht an die Quarantäneauflage halte und die Wohnung verlasse, könne mit Gefängnis von einem bis zu fünf Jahren bestraft werden, stand in einem am Dienstagabend veröffentlichten Dekret der Regierung.
 

Hohe Geldstrafen

Italien erhöht die Strafen bei Verletzung der wegen der Coronavirus-Epidemie verhängten Ausgangssperre. Die Strafen werden künftig zwischen 400 und 3.000 Euro betragen, teilte der italienische Premier Giuseppe Conte bei einer Pressekonferenz in Rom mit. Bisher drohte bei Verstoß gegen die Ausgangssperre eine Anzeige und eine Geldstrafe von 206 Euro.
 
Seit Einführung der Ausgangssperre am 11. März wurden 2,2 Millionen Italiener von den Sicherheitskräften kontrolliert, 102.316 wurden angezeigt, weil sie ohne Grund außer Haus waren, teilte das italienische Innenministerium am Dienstag mit. 2.348 Personen wurden wegen Falschaussagen angezeigt. Streng kontrolliert wurden auch Shopinhaber. 2.380 Geschäfte-Inhaber wurden angezeigt, weil sie sich nicht an die Sperrung hielten.
 
Conte zeigte sich zufrieden, wie die Italiener zurzeit die Ausgangssperre einhalten. Die rigorosen Maßnahmen seien notwendig, um die Zahl der Infizierten einzugrenzen. "Wir hoffen, dass diese restriktiven Maßnahmen wieder bald aufgelockert werden können", sagte der Premier.

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