Ärztin infizierte Patienten mit Corona

Virus-Leugnerin landete selbst auf Intensivstation

Ärztin infizierte Patienten mit Corona

Eine Corona-Leugnerin soll in ihrer Ordination Patienten angesteckt haben. 

Aufregung um die einzige Allgemeinärztin in einem kleinen Dorf im Bezirk Horn: Die Medizinerin ist an Corona erkrankt, musste ins Wiener AKH eingeliefert werden. Das Fatale: Auch Patienten von ihr haben sich offenbar mit dem heimtückischen Virus infiziert und das vermutlich in der Ordination. Denn dort wurde sorglos mit der grassierenden Pandemie umgegangen: „Die Frau Doktor hat immer gesagt, Corona sei nicht schlimmer als eine Grippe. Masken hat in der Praxis niemand getragen, das sei nicht nötig“, bestätigt ein Betroffener, dessen Großmutter bei der Ärztin in Behandlung ist.

Ärztin hatte einen hervorragenden Ruf

Der Vizebürgermeister bestätigte gegenüber ÖSTERREICH die Erkrankung der Landärztin und weiterer Personen, hielt sich ansonsten aber bedeckt. So ist es im ganzen Dorf. Denn die Medizinerin, die bald in Pension gehen möchte, genießt einen herausragenden Ruf.
Ärztin wird von Patienten verehrt

Sie kam vor fünf Jahren in den Bezirk, als händeringend nach einer Dorfärztin gesucht wurde. Die Medizinerin aus Wien war die einzige Bewerberin für die freie Stelle, in der Gemeinde wurde sie mit Handkuss genommen.

"Gottesgeschenk"

Der Vertrauensvorschuss in der Bevölkerung sollte gerechtfertigt werden. Die Medizinerin war rund um die Uhr für ihre Patienten da, kümmerte sich um alles, hatte stets ein offenes Ohr. Von einem „Gottesgeschenk“ war Jahre später in der örtlichen Presse die Rede. Von einer Bilderbuchärztin, wie man sie sich nicht besser wünschen könne. Schon da hatten die Dorfbewohner Angst vor dem Tag, an dem Frau Doktor in den Ruhestand gehen würde.

Das könnte jetzt ganz schnell gehen. Die Medizinerin sei im AKH zwar auf dem Weg der Besserung, an eine Rückkehr in ihre Ordination sei aber vorerst nicht zu denken. 



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