Corona-Ampel: Die neuen Hotspots

Hermagor jetzt schlimmster Bezirk

Corona-Ampel: Die neuen Hotspots

Bezirk mit höchster Inzidenz ist orange. Debatte über rot für zwei Bezirke scheiterte.

Wien. Sechs weitere Bezirke wurden gestern nach der Bewertung der Corona-Kommission in der Ampel auf Orange geschaltet. Darunter befindet sich auch Hermagor. Der Kärntner Bezirk ist derzeit Österreichs Rekordhalter. Nach einem „Almauftrieb“ kommt Hermagor auf eine Sieben-Tages-Inzidenz von 225 pro 100.000. Eine Rotschaltung wurde in diesem Fall nicht diskutiert, da die Ampel-Kommission mit dem Stichtag Dienstag arbeitet.
 
Dafür lautete die Einschätzung der Experten der Kommission, dass Krems und Gmünd eigentlich rot wären. Sie blieben orange. Sie waren vergangene Woche die Spitzenreiter unter den Hotspot-Bezirken. Für Ried im Innkreis – die Inzidenz liegt bei 114,4 – hätten sich einige der Anwesenden orange gewünscht, der oberösterreichische Bezirk blieb trotzdem gelb.
 

Anschober will Fallzahl auf die Hälfte senken

Zu hohe Zahlen. Wien liegt mit 114 Inzidenz auf Platz drei der Corona-Hotspotbezirke. Gesundheitsminister Rudolf Anschober erklärte gestern, dass die Neuinfektionsrate viel zu hoch sei und definierte seine Ziele: Die Fallzahl in den kommenden zwei Wochen um die Hälfte – also zwischen 300 und 400 Fälle pro Tag – zu senken. Der Grüne meinte, dass er die „Spaßbremse“ vor dem Wochenende geben würde und mahnte, auf Partys zu verzichten. „Je höher die Infektionszahlen steigen, desto höher drohen die Arbeitslosenraten zu werden“, schloss sich Anschober nun auch der Argumentationslinie der deutschen Regierung an.
 

Das sind die 10 schlimmsten Corona-Bezirke

7-Tages-Inzidenz pro 100.000
 
© TZ ÖSTERREICH
Corona-Ampel: Die neuen Hotspots
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Kurz: "Zweiten Lockdown verhindern"

© ARIS OIKONOMOU / AFP / POOL
bundeskanzler kurz mit maske
× bundeskanzler kurz mit maske
 
Kanzler regte beim EU-Gipfel Debatte über Corona an und appelliert an Österreicher.
 
Brüssel. Er habe beim EU-Gipfel eine Debatte über Covid-19 angeregt, sagt Kanzler Sebastian Kurz. „Die Infektionszahlen ziehen nicht nur in Spanien, Frankreich und Tsche­chien an, sondern auch in Ungarn, den Niederlanden, Polen und anderen Staaten“, warnte Kurz. Es würde bereits „massive Einschränkungen in anderen Staaten mit Lockdown-ähnlichen Zuständen geben. Wir wollen einen zweiten Lockdown in Österreich verhindern“, erklärte Kurz.
 

"Eindringliche Bitte 
an die Österreicher"

Appell. Daher, so Kanzler Kurz: „Meine eindringliche Bitte an die Österreicher, helfen wir zusammen.“ Das „Problem“ sei „überall gleich: Die Ansteckungen finden im privaten Umfeld statt“. Auch er warnte, wie bereits Deutschlands Angela Merkel, dass ein Ansteigen der Infektionszahlen auch einen „massiven wirtschaftlichen Schaden“ nach sich ziehen würde.


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