Coronavirus

Corona-Schock: 12.000 Krankenpfleger in Italien infiziert

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Landesweit fünf Mediziner allein am Montag an Virus-Erkrankung verstorben, insgesamt 160 Ärzte unter den Todesopfern.

Rom. Am Internationalen Tag der Krankenpflege, der am 12. Mai zu Ehren von Florence Nightingale, der legendären englischen Krankenpflegerin und Pionierin der modernen Krankenpflege begangen wird, hat Italien das im Einsatz gegen das Covid-19 engagierte Gesundheitspersonal gewürdigt. 12.000 Krankenpfleger haben sich seit Beginn der Epidemie in Italien am Covid-19 angesteckt.
 
450.000 Krankenpfleger sind in Italien im Einsatz, 80 Prozent davon sind Frauen. Von den 12.000 Krankenpflegern, die sich am Coronavirus angesteckt haben, sind 38 dem Covid-19 erlegen, berichtete Italiens Vize-Gesundheitsminister Pierpaolo Sileri am Dienstag. Die italienische Regierung hat eine 1.000-Euro-Prämie für Krankenpfleger beschlossen, die an der vordersten Front gegen die Pandemie im Einsatz sind.
 
Auch die italienischen Ärzte zahlen einen hohen Preis im Kampf gegen die Pandemie. Am Montag erlagen weitere fünf Mediziner dem Virus. Damit stieg die Zahl der gestorbenen Ärzte seit Beginn der Epidemie in Italien am 20. Februar auf 160. Mit mehr als 30.000 Todesopfern zählt Italien zu den weltweit vom Covid-19 am stärksten betroffenen Ländern der Welt.
 
Auch Papst Franziskus hat seine Botschaft zu Beginn der gestreamten Frühmesse im Gästehaus Santa Marta den im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie eingesetzten Krankenpflegern gewidmet. "Sie (die Krankenpfleger, Anm.) sind ein Beispiel von Heldenhaftigkeit. Einige von ihnen haben für ihr Engagement mit dem Leben bezahlt. Beten wir für sie", so der Papst.
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