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Dunkelziffer: In Wahrheit deutlich mehr Coronavirus-Fälle

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In Italien könnten sich schon 10 Millionen infiziert haben. Auch in Österreich dürfte es deutlich mehr Coronavirus-Fälle geben.

Offiziellen Zahlen zufolge sind weltweit mit Stand heute Dienstag 182.723 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 7.174 Personen sind daran gestorben. Am meisten Opfer gab es in China mit 3.226, gefolgt von Italien (2.158), Iran (853) und Spanien (342 Todesopfer).  
 

Hohe Dunkelziffer

Experten nehmen jedoch an, dass längst nicht alle Fälle erfasst werden und es eine große Dunkelziffer gibt.  Das hängt zum einem damit zusammen, dass zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit mehrere Tage vergehen und zum anderen, dass die Krankheit vor allem bei milden Verläufen unbekannt bleibt oder für eine Grippe gehandelt wird.
 
Die „Süddeutsche Zeitung“ hat nun in einem neuen Berechnungsmodell versucht, die wahre Anzahl der Fälle herauszufinden. Dafür wurden die Anzahl der Todesfälle herangezogen, weil davon auszugehen ist, dass Todesopfer relativ lückenlos erfasst werden. Laut Experten, liegt die Sterblichkeit bei Covid-19-Patienten bei etwa einem Prozent. In die Berechnung fließen zudem die mittlere Dauer zwischen Erkrankung und Tod und die Wachstumsrate der Infektionsfälle ein.
 
 
 

Bis zu 30 Mio. Infizierte in Italien

Das Ergebnis ist schockierend. Der Schätzung zufolge sind alleine in Italien zwischen einer und 30 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Auch in Spanien dürften sich bereits mehr als eine Million Menschen angesteckt haben. In Österreich gibt es etwas mehr als 1000 bestätigte Fälle. Die wahre Zahl der Infizierten dürfte aber weit höher liegen. Dem Modell zufolge haben sich bei uns wohl schon 8.000, im schlimmsten Fall 40.000 Menschen infiziert. 
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