Lockerungen nur regional
oe24 hat die Liste: HIER wackelt die Schanigarten-Öffnung
Die Bundesregierung berät am heutigen Montag wieder in drei Runden mit Experten, Landeshauptleuten und Opposition die aktuelle Corona-Situation. Bereits am Vormittag wurde gemeinsam mit Expertinnen und Experten die Corona-Situation in Österreich analysiert. Derzeit zeigen sich regional starke Unterschiede. Während die 7-Tages Inzidenz in Vorarlberg bei 67,5 liegt, ist diese in anderen Bundesländern deutlich höher.
Regionales Vorgehen
Deshalb hat sich die Bundesregierung mit den Ländern auf ein weiteres regional differenziertes Vorgehen verständigt. Das bedeutet, dass es in einzelnen Ländern und Regionen bei niedrigem Infektionsgeschehen zu mehr Freiheiten, aber bei stark steigenden Infektionszahlen auch neue Maßnahmen geben kann. Die Woche wird genutzt, um zwischen Gesundheitsministerium und Ländern maßgeschneiderte Lösungen für die betroffenen Regionen zu finden, die Entscheidung über die Maßnahmen liegt dann bei den Ländern.
In diesen Bundesländern wackelt Schanigarten-Öffnung
Das heißt im Klartext: Die Schanigärten dürfen am 27. März wohl nur in jenen Bundesländern öffnen, wo die Infektionszahlen nicht zu hoch sind. Das würde bedeuten, dass nach derzeitigem Stand die Schanigärten-Öffnung am 27.März in jenen Bundesländern mit hoher Inzidenz wackeln könnte. Das betrifft derzeit vor allem Salzburg (274), Wien (268), Niederösterreich (228), Kärnten (215) und das Burgenland (203). Wie oe24 erfuhr, soll es in diesen Bundesländern allerdings nur in einzelnen Bezirken keine Schanigarten-Öffnung geben, die eine besonders hohe Inzidenz haben. Also beispielsweise in den Bezirken Wiener Neustadt und Wiener Neustadt Land in Niederösterreich. "Grundsätzlich sieht es aber so aus, dass wir am 27. März zumindest teilweise die Schanigärten aufsperren können", so ein Gipfel-Teilnehmer zu oe24.
"Regionale Schritte setzen"
„Die Corona-Situation in Österreich ist regional sehr unterschiedlich. Während in Vorarlberg die Ansteckungszahlen weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau sind und damit die heutigen Öffnungsschritte möglich wurden, sind die Zahlen in anderen Bundesländern höher. Wir beobachten das sehr genau und die Länder werden in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium, wenn nötig weitere, regionale Schritte setzen. Ziel ist weiter zu öffnen, aber mit gebotener Vorsicht und immer unter dem Motto: So viel Einschränkung wie notwendig, so viel Freiheit wie möglich“, hieß es seitens der Bundesregierung und dem aktuellen Vorsitz der Landehauptleute.
Erste Reaktion: Das sagt Ludwig
Nach den Beratungen heute Vormittag mit den Vertretern der Bundesregierung, den ExpertInnen sowie den Landeshauptleuten setzt Wien weiterhin auf ein kontrolliertes Vorgehen in Abstimmung mit den anderen Bundesländern. Vorrangig dabei sei die rasche Impfung von weiten Teilen der Bevölkerung, wie Wiens Bürgermeister Michael Ludwig in einer Aussendung schreibt. Alle verfügbaren Impfdosen werden dafür so rasch als möglich in den jeweiligen Bevölkerungsgruppen entsprechend der Priorisierung verimpft.
"Gleichzeitig werden wir unsere intensive Teststrategie weiter ausbauen. Derzeit liegen wir bei einer Kapazität von 55.000 Tests pro Tag – rund die Hälfte davon mit den besonders genauen PCR-Tests", so der Wiener Landeshauptmann und Bürgermeister. Der PCR-Test ist die verlässlichste Art der Testung, er erfordert jedoch auch entsprechende Laborkapazitäten. Der andere Teil erfolge über die sogenannten Antigen-Tests. "Wir werden unser Testangebot auch weiterhin sukzessive weiter ausbauen", so Ludwig, der in dem Zusammenhang auch auf das Projekt "Alles gurgelt" verweist.
Im Rahmen des Projekts "Alles gurgelt" von Stadt Wien und Wiener Wirtschaftskammer können seit Ende Jänner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Betrieben sowie Organisationen aus dem Gesundheits-und Sozialbereich samt deren Familienangehörigen zwei Mal wöchentlich einen PCR-Selbsttest mittels Gurgelmethode absolvieren.
"Besser draußen als drinnen"
Parallel dazu gelten für Bürgermeister Michael Ludwig die Grundsätze "Besser draußen als drinnen" und "Kontrolliert vor unkontrolliert". Die Stadt Wien arbeitet daher weiterhin an Modellen etwa für die Öffnung von Schanigärten. Diese könnten – so es die Infektionszahlen erlauben – schließlich in der wärmeren Jahreszeit eine geordnete Nutzung der Gastronomie im Freien ermöglichen. "Wir arbeiten derzeit an den entsprechenden Modellen und schaffen somit die Voraussetzungen, um dies – sobald es möglich ist, jederzeit umsetzen zu können."
Zur Eindämmung des Infektionsgeschehens werde Wien auch weiterhin das Contact Tracing forcieren. "Wien liegt im Bundesländerverglich sehr gut. Mit mehr als 750 Mitarbeiterinnen, die in diesem Bereich tätig sind, erreichen wir eine Kontaktnachverfolgung von über 70 Prozent. Bei der Absonderungskontrolle liegt die Quote derzeit bei 90 Prozent."
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