Erste Omikron-Fälle in Japan und auf La Réunion

Mehrere Personen in Quarantäne

Erste Omikron-Fälle in Japan und auf La Réunion

Zwei Reiserückkehrer und Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt.

Die Omikron-Variante des Coronavirus hat die französische Insel La Réunion im Indischen Ozean erreicht, und auch in Japan hat die Regierung einen ersten Fall bestätigt. Ein aus Namibia eingereister Mann, der bei einem Routinetest am Flughafen positiv auf das Corona getestet wurde, sei mit der neuen Variante infiziert, teilte der japanische Regierungssprecher Hirokazu Matsuno am Dienstag mit. Der Mann in den Dreißigern stehe in einer medizinischen Einrichtung unter Quarantäne.

Erst am Montag hatte die Regierung in Tokio beschlossen, wegen der Omikron-Variante wieder ein Einreiseverbot für Ausländer zu verhängen - nur wenige Wochen nach einer Lockerung der strengen Einreisebestimmungen. Seit Dienstag dürfen bis auf wenige Ausnahmen nur noch Japaner und in Japan lebende Ausländer einreisen.

Japan hat seit Beginn der Pandemie etwas mehr als 18.300 Todesfälle verzeichnet, blieb aber durch die Abschottung nach außen von schweren Corona-Wellen verschont. Inzwischen sind fast 77 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

Wie der französische Regierungssprecher Gabriel Attal bestätigte, wurde die Variante auf La Réunion bei einem 53-Jährigen nachgewiesen, der sich Mitte November in Mosambik aufgehalten hatte und nach seiner Rückkehr getestet worden war. Der Betroffene, der den Angaben zufolge unter Gliederschmerzen und Müdigkeit leidet, und mehrere Kontaktpersonen wurden unter Quarantäne gestellt.

Das Gesundheitsministerium in Paris hatte am Sonntag angekündigt, die Überseegebiete La Réunion und Mayotte wegen der vielen "direkten und indirekten Kontakte" zu südafrikanischen Ländern unter besondere Beobachtung zu stellen. Am Freitag hatte Frankreich die Flugverbindungen zu sieben südafrikanischen Ländern gekappt.

Die neue Coronavirus-Variante mit der Bezeichnung Omikron war am Donnerstag vergangener Woche aus Südafrika erstmals gemeldet worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die Variante als "besorgniserregend" ein und warnt vor einem "sehr hohen" weltweiten Risiko. In vielen Ländern wurden bereits Omikron-Fälle festgestellt.



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