Geringeres Corona-Risiko mit Blutgruppe 0

Laut neuer Studie

Geringeres Corona-Risiko mit Blutgruppe 0

Grazer Studie stellt fest, dass Menschen mit Blutgruppe Null seltener an Covid-19 erkranken. Wissenschaftler suchen noch nach einer Erklärung dafür.

Graz. Sowohl chinesische und deutsche als auch norwegische Wissenschaftler konnten im Rahmen verschiedener Studien bereits feststellen, dass Menschen mit Blutgruppe 0 eine gewisse Schutzwirkung auf das Coronavirus zu haben scheinen.
 
Diese Annahme wird nun, laut aktuellen Medienberichten, auch in einer neuen Grazer Studie wieder bestätigt: „Unsere Studienergebnisse zeigen, dass Menschen mit der Blutgruppe 0 eine statistisch signifikant geringere Wahrscheinlichkeit haben, an Covid-19 zu erkranken, als Menschen mit anderen AB0-Phänotypen (also die Blutgruppen A, B, AB und 0; Anm.)“. Laut den Studien-Experten handle es sich dabei um eindeutig signifikante Ergebnisse.
 

Keine Unterschiede bei Krankheitsverlauf und Schwere 

Hinsichtlich des Schweregrads der Corona-Infektion habe man allerdings keinen Einfluss im Zusammenhang mit der Blutgruppe feststellen können. Somit kann nicht behauptet werden, dass eine Codiv-19-Infektion bei Patienten mit Blutgruppe 0 zwingend schwächer verlaufen muss.
Transfusionsmediziner Thomas Wagner betont in diesem Zusammenhang, dass sich Personen mit Blutgruppe 0 trotzdem „gleich schützen“ sollten.
 

 
Blutgruppen unterscheiden sich grundsätzlich aufgrund der verschiedenen Oberflächenstrukturen der roten Blutkörperchen voneinander. Wesentlich ist dabei, dass Menschen mit Blutgruppe 0, im Gegensatz zu den anderen Blutgruppen, über keinerlei Blutgruppenantigene auf der Oberfläche ihrer Erythrozyten verfügen.
 

Experten suchen noch nach einer Erklärung

„Die Daten, die wir bisher haben, legen die Vermutung nahe, dass unterschiedliche Interaktionen des Virus mit Strukturen innerhalb des AB0-Blutgruppensystems stattfinden, die für den Prozess der Infektion eine Rolle spielen können“, erklärte die Grazer Forscherin Eva Maria Matzhold, laut Medienberichten. Ein weiteres Forschungsprojekt dazu ist laut der Expertin bereits in Planung.

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