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Impfexperte Kollaritsch empfiehlt vierten Stich vor Herbstwelle

Wenn die letzte Corona-Impfung sechs Monate her ist, würde er jetzt den vierten Stich empfehlen, so Kollaritsch.

Wien. "Ich kann effektiv nicht genau sagen: 'Wann wird's jetzt losgehen? Und, wann wird es den Höhepunkt erreichen?' – da gibt es verschiedene Modelle", sagt Infektiologe und Impfexperte Herwig Kollaritsch im "Wien heute"-Gespräch. Aber er geht davon, dass "wir sehr wohl Herbstwellen" bekommen werden. "Wir spielen jetzt Pandemiejahr drei und wir haben in den vergangenen zwei Jahren gesehen, dass mit Ferien-Ende und Schulbeginn es wieder zu Wellen gekommen ist", erklärt er.

Es sei für ihn schwer einsehbar, dass das heuer, "wo wir noch dazu eine neue, sehr infektiöse Variante momentan kursieren haben", so nicht passieren sollte. "Das wäre für mich ein kleines Wunder", so Kollaritsch. Außerdem würde nach und nach die Impfimmunität in der Bevölkerung schwinden.

Für den Impfexperten sei es jetzt entscheidend, sich über eine mögliche vierte Impfung Gedanken zu machen.

 

Impfexperte Kollaritsch würde jetzt vierten Stich empfehlen

Aufgrund der neuen Covid-Varianten BA.4 und BA.5 würde es inzwischen eine geringere Rolle spielen, ob man erst vor Kurzem an dem Coronavirus erkrankt ist, so der Infektiologe weiter. "Hier würde ich mich nicht darauf verlassen, dass eine durchgemachte Infektion, zum Beispiel im Mai, mir jetzt noch einen ordentlichen Schutz verleiht", sagte Kollaritsch.

Wenn die letzte Corona-Imfpung sechs Monate her ist, würde er jetzt den vierten Stich empfehlen. Bei Risikopatientinnen und -patienten empfiehlt er erfahrungsgemäß einen kürzeren Abstand zwischen den Impfungen.