Erste Landes-Chefs für Lockerungen
Lockdown-Streit um Ungeimpfte
Wien. Es wirkt wie ein Gegensatz: An einem Tag mit 25.610 Corona-Fällen startete zunächst die Wirtschaft eine große Offensive gegen strikte Covid-Maßnahmen.
Lockdown-Ende. „Die Impfpflicht muss mit Lockerungen einhergehen“, sagt Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich. Seine Forderungen: „In einem ersten Schritt ein Ende des Lockdowns für Ungeimpfte und damit verbunden auch ein Ende der 2G-Kontrollen im Handel.“
Das bedeutet: Ungeimpfte würden ab Februar keine besonderen Gründe mehr brauchen (Arbeit, Einkauf des täglichen Bedarfs, Arztbesuch …), um ihr Haus zu verlassen. Zusätzlich soll auch die Sperrstunde in der Gastronomie gelockert werden. Auch Handelsobmann Rainer Trefelik pocht auf ein Aus der 2G-Kontrollen im Handel, sobald die Impfpflicht in Kraft tritt.
Landeshauptleute sollen Maßnahmen akkordieren
Vorschlag. Politisch wird die Diskussion weiter angeheizt. Burgenlands SPÖ-Landeshauptmann Hans Peter Doskozil kann sich ein Ende der Einschränkungen für Nicht-Geimpfte vorstellen. Dieses Vorhaben will er auf Ebene der Landeshauptleute besprechen. Dafür müsse es aber Voraussetzungen geben wie etwa kostenpflichtige Covid-Tests.
Auch aus der ÖVP kommt der erste Vorstoß: OÖ-Landeshauptmann Thomas Stelzer sagt in Bezug auf die Omikron-Variante: „Experten sind sich einig, dass von weniger Krankenhausbehandlungen auszugehen ist. Es gibt daher aus meiner Sicht keine Denkverbote, solange sie eng mit den Expertinnen und Experten abgestimmt sind.“
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