Quarantäne gelockert und auf 5 Tage

Schon 15.000 Schüler zu Hause

Klassenzimmer
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Für Tausende Eltern und Kinder startete das Schuljahr mit Quarantäne-Schock.
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Wien. Sowohl in den drei östlichen Bundesländern als auch im Westen startete die Schule teilweise chaotisch. Zum einen gab es vor allem in Wien gröbere Probleme mit den PCR-Tests – die Seite von „Alles gurgelt“ war ­tagelang down. Und zum ­anderen wurden gleich einmal Hunderte Klassen in Quarantäne geschickt – zunächst gleich für 14 Tage. Insgesamt gab es vergangene Woche rund 1.100 positive PCR-Tests – davon entfallen allein 740 auf Wien.

Locker. Zwar hat Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein auf Druck seines Kollegen Heinz Faßmann die Quarantäne auf 5 Tage verkürzt, auch werden weniger Kinder nach Hause geschickt, weil nicht mehr alle einer Klasse als K1-Personen gelten. Trotzdem sind Stand Freitagabend 710 Klassen in Quarantäne – das wären also rund 15.000 Kinder.

Wien toppt alles. Dabei ist Wien am strengsten: 606 der 710 gesperrten Klassen sind in Wien – damit schickt die Landeshauptstadt fast sechsmal so viele Kinder nach Hause wie alle anderen Länder zusammen – und das, wenn ein Antigen-Test anschlägt.

Warum ist das so? Bevor Mückstein die Quarantäne verkürzte, wurden in der Hauptstadt Volksschulklassen samt und sonders nach Hause geschickt: Bei kleinen Kindern, die herumtollen und durcheinanderlaufen, sei ein Contact Tracing sinnlos. Nur bei den Älteren wurde nachgeschaut, wer mit den infizierten Kindern Kontakt hatte. Jetzt werden in Wien Sitznachbarn im Radius von zwei Metern bzw. enge Kontakte der Infizierten nach Hause geschickt – ausgenommen sind Geimpfte und Genesene.

Chaos zu Ende? Spannend wird, wie sich die von 14 auf 5 Tage verkürzte Quarantänezeit auswirkt. Explodiert die Zahl der Infektionen nicht, dann müsste die Zahl der Quarantäne-Klassen in der kommenden Woche deutlich zurückgehen.

Weitere Lockerungen. Übrigens: In Wien, NÖ und dem Burgenland endet kommende Woche die dreiwöchige „Sicherheitsphase“, und es wird auf den Schulstufen-Plan umgestellt. Damit nicht alle Länder in die strengste Stufe fallen, hat man die ­Kriterien gelockert.

Lehrer sind empört. Zuletzt forderten die SPÖ-Lehrvertreter in den Höheren Schulen (BMHS) die Rücknahme aller Lockerungen, insbesondere die Verkürzung der Quarantäne: Mückstein sei „endgültig der Erfüllungsgehilfe des türkisen Koalitionspartners geworden“.

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