Radikale haben erkannt, dass sich Maßnahmengegner gut mobilisieren lassen.
Österreich. Mit Sorge blicken Sicherheitsexperten auf die zunehmende Radikalisierung, die von Maßnahmen- und Impfgegnern ausgeht. Terrorismus-Forscher Peter Neumann sagte in einem Interview mit der deutschen Bild, dass er sich vorstellen könne, „dass wir in einigen Monaten tatsächlich möglicherweise von einer terroristischen Kampagne sprechen müssen“.
Auslöser. Impfpflicht und Kinderimpfung hätten Potenzial, zu einer weiteren Radikalisierung zu führen. Es handle sich um „hochemotionale Themen“, die als „Auslöser von extremen Handlungen“ dienen können.
BMI. Manuel Scherscher, stv. Direktor des Bundeskriminalamts, zu ÖSTERREICH: „Radikale Kräfte haben das Mobilisierungspotenzial dieser Menschen sehr rasch erkannt und auch mit Fake News beflügelt. Das geht ihnen jetzt voll auf. Niemand hat mehr ein Problem damit, mit Küssel & Co. auf derselben Demo zu spazieren.“
Angriffe auf Personal, Splitterbomben & Waffen
Razzien. Mehrere Beispiele in der Vergangenheit haben bereits gezeigt, wie weit manche mittlerweile gehen. In der Stadt Salzburg stellten sich Corona-Demonstranten vor die SALK, beschimpften Ärzte und Pflegepersonal und pfiffen es aus. Als Reaktion auf Angriffe auf Spitalspersonal hat die Gesundheitsholding OÖ flächendeckend Pfeffersprays an Mitarbeiter in exponierten Bereichen verteilt und Securitys an den Eingängen postiert. Bei einer österreichweiten Razzia fand die Polizei bei Maßnahmen-Gegnern in Wien, NÖ, OÖ und der Steiermark 3.500 Stück Munition und Waffen.
Außerdem tauschten sich die Mitglieder in Telegram-Chats über den Bau von Splitterbomben, den Einsatz von Molotowcocktails gegen die Polizei oder den Kauf von Waffen aus. Inzwischen hat auch die Cobra den Politiker-Personenschutz verstärkt.
Gewalt. Neumann glaubt, dass „die Bewegung insgesamt zwar kleiner wird, [...] aber, dass „die, die übrig bleiben, sich weiter radikalisieren und auch eben für Gewalt eintreten wollen.“