WHO warnt: Regierungen sollten nicht auf Herdenimmunität setzen

Keine Garantie für keine zweite Erkrankung

WHO warnt: Regierungen sollten nicht auf Herdenimmunität setzen

WHO-Experte warnt vor verfrühtem Ende des Lockdowns.

Genf. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann nicht mit Sicherheit sagen, ob das Vorhandensein von Antikörpern gegen das neue Coronavirus einen vollständigen Schutz gegen eine zweite Erkrankung verleiht. Ohnehin deuteten frühe Untersuchungen darauf hin, dass nur ein geringer Teil der Bevölkerung solche Antikörper aufweise, sagte der WHO-Experte Mike Ryan am Freitag.

+++ Der LIVETICKER zum Nachlesen weiter unten +++

Dies spreche auch gegen die Ausbildung einer sogenannten Herdenimmunität. Daher werde diese "vielleicht nicht das Problem der Regierungen lösen", sagte Ryan. Bei einer Herdenimmunität ist ein so großer Teil der Bevölkerung gegen eine Krankheit immun, dass der entsprechende Erreger sich kaum ausbreiten kann.

WHO-Experte warnt vor verfrühtem Ende des Lockdowns

Walter Ricciardi, Mitglied der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Berater des italienischen Gesundheitsministeriums, warnt vor einem verfrühten Ende des bis zum 3. Mai laufenden Lockdowns in Italien. Die Gefahr sei ansonsten, dass es zu einer neuen Epidemie nach dem Sommer kommen könnte, sagte Ricciardi laut italienischen Medien.
 
"Es ist sehr wichtig den Neustart nicht zu beschleunigen. Ansonsten könnte es zu einer zweiten Epidemiewelle kommen", sagte Ricciardi. Die Beschlüsse der Politiker seien entscheidend für ihre Völker. "Wenn es in einigen Ländern mehr Todesopfer als in anderen gibt, ist es, weil die Beschlüsse entweder zu spät, oder falsch ergriffen wurde", betonte der Experte.
 
Als negatives Beispiel nannte Ricciardi Großbritannien und die USA. "Die Regierungen haben dort nicht auf die wissenschaftlichen Berater gehört. Sie haben extrem spät auf die Epidemie reagiert", meinte Ricciardi. In anderen Ländern wie Südkorea, Finnland und Deutschland habe die Politik besser gehandelt

290 bestätigte Covid-19-Fälle im Burgenland

Eisenstadt. Im Burgenland sind mit Stand Freitagabend bisher insgesamt 290 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Seit Donnerstagabend wurden vier neue Erkrankungen gemeldet. Die Zahl der Genesenen ist unterdessen um zwei auf 167 gestiegen. Aktuell sind 112 Personen erkrankt, berichtete der Koordinationsstab Coronavirus.
 
Die meisten Fälle wurden im Bezirk Oberwart mit 111 gemeldet. In der Freistadt Rust gibt es nach wie vor keine positiven Corona-Tests. 14 Erkrankte werden derzeit in einem Spital behandelt, fünf davon intensivmedizinisch.

Zwei Todesfälle in der Steiermark, nun 99 insgesamt

Graz. In der Steiermark sind laut einer Information der Landessanitätsdirektion vom Freitagabend (Stand 18.00 Uhr) zwei weitere mit dem Coronavirus infizierte Personen verstorben. Insgesamt sind in der Steiermark damit inzwischen 99 Personen mit oder an Covid-19 gestorben. 52 davon waren Männer, 47 Frauen.
 
Bei den jüngsten Todesfällen handelt es sich um eine Frau (Jahrgang 1936) aus dem Bezirk Weiz und einen Mann (Jahrgang 1940) aus dem Bezirk Graz-Umgebung. Die meisten Corona-Todesfälle in der Steiermark gibt es im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld mit insgesamt 27 Verstorbenen.

Zahl der Vorarlberger Covid-19-Spitalspatienten sank

Bregenz. Die Zahl der in Vorarlberger Krankenhäusern behandelten Covid-19-Patienten ist am Freitag von 29 auf 23 zurückgegangen. Zehn Patienten wurden auf der Intensivstation versorgt, um einer weniger als am Donnerstag. Es lagen 870 positive Tests vor, das bedeutete einen Anstieg um vier Fälle (plus 0,5 Prozent), informierte die Landessanitätsdirektion. Mit acht blieb die Zahl der Todesopfer konstant.
 
665 Personen gelten mittlerweile als wieder genesen. Bisher wurden in Vorarlberg 7.088 Testungen auf das Coronavirus durchgeführt und ausgewertet. 6.218 dieser Tests brachten ein negatives Ergebnis.

Drei neue Todesfälle in Oberösterreich, bisher 37 Opfer

Linz. In Oberösterreich sind von Donnerstag auf Freitag drei neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden. Ein 83- und ein 89-Jähriger aus dem Bezirk Steyr-Land sowie ein 83-Jähriger aus dem Bezirk Freistadt - alle mit Vorerkrankungen - starben mit oder an Covid-19.
 
Der Abwärtstrend bei den Erkrankten hielt weiter an. Stand Freitagmittag waren in Oberösterreich 380 Personen erkrankt, 71 wurden in Normalstationen und 30 in Intensivstationen der Spitäler behandelt. Knapp 2.600 standen unter Quarantäne. Insgesamt wurden in Oberösterreich bisher 2.177 Personen positiv getestet.
 

 

Information zu den Coronavirus-Kennzahlen: Das Dashboard des Gesundheitsministeriums unter der URL info.gesundheitsministerium.gv.at ist ein dynamisches System und bezieht seine Daten aus dem Epidemiologischen Melderegister (EMS). EMS ist das offizielle Register, in welches von den Bezirksbehörden sowie von Labors eingetragen wird. Insbesondere morgens kann es hier zu Verzögerungen bei den Eintragungen kommen. Das Bundesministerium für Inneres erhebt die Zahlen im Rahmen der Koordination des Staatlichen Krisen- und Katastrophenmanagements im Einsatz- und Koordinationscenter (EKC) über eine Videokonferenz, diese Zahlen können Fälle enthalten, die im EMS noch nicht erfasst sind.

So ist die Lage in Österreich

Bisher gab es in Österreich 14.566 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand sind österreichweit 431 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 9.704 sind wieder genesen. Derzeit befinden sich 909 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung und davon 227 der Erkrankten auf Intensivstationen.
 
Video zum Thema: Streit um die Anzahl der Coronatoten
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen

Anschober: Maßnahmen in Spitälern sollen wieder gelockert werden

Im Zuge der ersten Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen sollen auch die Spitäler schrittweise wieder geöffnet werden. Auch die Arztpraxen sollen langsam wieder in einen "Normalbetrieb" übergehen, wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Freitag bei einer Pressekonferenz mitteilte.
 
Die schrittweise Öffnung der Krankenhäuser und im Gesundheitsbereich insgesamt müsse aber "regional differenziert" erfolgen. Der Schutz des Systems bleibe weiterhin "erste Priorität", weshalb auch die Einschränkungen für Besucher aufrecht bleiben werden, betonte Anschober. Es werde "sicher noch länger keine Normalsituation" in den Spitälern herrschen.
 23:13

Das war's vom LIVETICKER

Wir informieren Sie auch morgen wieder über die aktuellen Entwicklungen rund um das gefährliche Coronavirus. Vielen Dank an die Leser!

 22:10

WHO: Afrika kann Epidemie noch eindämmen

Afrika kann nach Angaben eines hochrangigen WHO-Mitarbeiters der Pandemie noch Einhalt gebieten. "Wir glauben nicht, dass die Krankheit über den Punkt hinaus ist, wo sie nicht mehr eindämmt werden kann", sagt der Leiter des Notfallprogramms der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Mike Ryan, am Freitag.

Die UNO-Wirtschaftskommission für Afrika hatte zuvor von vermutlich mindestens 300.000 Toten auf dem Kontinent gesprochen. Die Weltbank und der Internationale Währungsfonds (IWF) kündigten an, dass Afrika heuer bis zu 57 Milliarden Dollar (52,35 Mrd. Euro) von Gläubigern an Krediten und Hilfen erhalten wird.

 21:15

Söder mit negativem Test - und Kompliment für Merkel

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat einen Coronavirus-Test machen lassen. Er sei negativ gewesen, sagte der CSU-Chef der Illustrierten "Bunte". Der 53-jährige Franke meinte: "Das habe ich gemacht, um sicherzugehen. Ich halte mich auch an die Abstandsregeln und an alle Vorgaben, die wir den Bürgern zumuten."

Das aktuell geforderte Krisenmanagement ist für Söder keine Frage der Körperstatur. "Psychische Stabilität spiegelt sich nicht in der Körpergröße. Die Bundeskanzlerin zum Beispiel hat stahlharte Nerven", sagte Söder in dem Interview über Angela Merkel (CDU). "Ich bin dankbar, sie jetzt als Ansprechpartnerin zu haben."

 20:34

Neunter Todesfall in Kärnten

Das Land Kärnten hat am Freitag den insgesamt neunten Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus vermeldet. Es handelt sich dabei um einen 60-jährigen Mann mit Vorerkrankungen, er war seit 26. März im Krankenhaus.

Vor zwei Tagen hatte das Land Kärnten die Zahl der Todesfälle von neun auf acht korrigiert: Eine Person ist nicht als bestätigter Corona-Fall, sondern als Corona-Verdachtsfall gestorben. Der durchgeführte Test war negativ, fälschlicherweise war er trotzdem als Corona-Todesfall vermeldet worden.

 19:45

Zahl der Infizierten in Tirol auf 844 gesunken

In Tirol ist Zahl der aktuell mit dem Coronavirus infizierten Personen mit Stand Freitagabend auf 844 gesunken. 2.486 Personen waren wieder genesen, teilte das Land in einer Aussendung mit. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden gab es lediglich zwölf Neuinfektion. Indes kam es im Laufe des Freitag zu zwei weiteren Todesfällen in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Eine 93-Jährige mit Vorerkrankungen aus dem Bezirk Schwaz und ein 76-Jähriger aus dem Bezirk Lienz starben mit oder an dem Coronavirus. Die medizinischen Details hinsichtlich möglicher Vorerkrankungen seien bei Letzterem noch in Abklärung, hieß es. In Tirol erhöhte sich damit die Anzahl der Todesfälle auf insgesamt 85.

 18:46

Paris: Keine Beweise für Ausbruch aus Labor in Wuhan

Frankreich sieht keine Beweise dafür, dass das Coronavirus aus einem Labor in der chinesischen Stadt Wuhan stammen soll. "Wir unterstreichen, dass es bis zu diesem Tag keine Belege für diese Berichte gibt, die in US-amerikanischen Medien zirkulieren", sagte ein Offizieller im französischen Präsidentschaftspalast am Freitag.

Zuletzt hatte es in einigen US-Medien Berichte gegeben, dass das Virus nicht von einem Tiermarkt in Wuhan, sondern aus einem Labor mit dem Namen P4 stammen soll. Von dort solle es mutmaßlich durch einen Unfall oder Sicherheitslücken entwichen worden sein.

 18:35

Zahl der Vorarlberger Covid-19-Spitalspatienten sank

Die Zahl der in Vorarlberger Krankenhäusern behandelten Covid-19-Patienten ist am Freitag von 29 auf 23 zurückgegangen. Zehn Patienten wurden auf der Intensivstation versorgt, um einer weniger als am Donnerstag. Es lagen 870 positive Tests vor, das bedeutete einen Anstieg um vier Fälle (plus 0,5 Prozent), informierte die Landessanitätsdirektion. Mit acht blieb die Zahl der Todesopfer konstant.

665 Personen gelten mittlerweile als wieder genesen. Bisher wurden in Vorarlberg 7.088 Testungen auf das Coronavirus durchgeführt und ausgewertet. 6.218 dieser Tests brachten ein negatives Ergebnis.

 18:29

Infizierter EU-Mitarbeiter floh aus Spital in Bosnien

Ein deutscher Mitarbeiter der EU-Delegation in Bosnien-Herzegowina ist nach einer Infektion mit dem Corona-Virus aus der Quarantänestation eines Spitals in Sarajevo geflohen. Der Mann sei eine knappe Stunde danach von Polizisten im Stadtzentrum aufgegriffen worden, sagte Kantonsinnenminister Ismir Jusko am Freitag auf einer Pressekonferenz in Sarajevo.

Als er im Krankenwagen zurück ins Spital gebracht werden sollte, versuchte er beim Halt an einer Ampel einen weiteren Fluchtversuch, wie der Lokalpolitiker sagte. Inzwischen halte sich der Deutsche im Stützpunkt der EU-Schutztruppe Eufor in Butmir bei Sarajevo auf. Er habe ersucht, nach Deutschland gebracht zu werden. Der Vorfall hatte sich bereits am Donnerstag ereignet.

 17:39

Burgenländische Firma steigert Produktion von Gesichtsschutz

Das burgenländische Unternehmen FT-Tec Trading GmbH mit Sitz in Neutal (Bezirk Oberpullendorf) will die Produktion von Gesichtsschutz im Zuge der Coronakrise steigern. Derzeit würden täglich bis zu 5.000 Stück hergestellt, künftig sollen es allerdings bis zu 25.000 werden, berichtete Geschäftsführer Friedrich Trobolowitsch am Freitag in einer Aussendung.

Bei der Produktion der sogenannten "Face-Shields" setzt das Unternehmen auf das Spritzgussverfahren anstelle von 3D-Druckern. Der Gesichtsschutz könne dadurch wesentlich schneller gefertigt werden. Bereits zu Beginn der Corona-Pandemie habe man deshalb einen Teil der Spritzguss-Maschinen für die Herstellung der Gesichtsschilder umgerüstet, betonte Trobolowitsch.

Das Produkt sei gänzlich aus Kunststoff und könne nach der Reinigung und Desinfektion wiederverwendet werden. Geliefert werde der Gesichtsschutz aus dem Burgenland unter anderem auch nach Deutschland und Südtirol. "30 Prozent der Produktion gehen derzeit in den Export nach Deutschland. Dort vor allem an medizinisches Personal, wie Ärzte und Zahnärzte, aber auch an Friseure und Schulen", sagte Trobolowitsch. Mit der Steigerung der Produktion sollen nun in einem nächsten Schritt auch Länder wie Italien, Frankreich und Spanien beliefert werden.

 14:41

In Tirol seit Tagen unter einem Prozent Zuwachsrate

Der positive Trend in Tirol in Sachen Coronavirus hat sich in den vergangenen Tagen zunehmend verfestigt. Seit Sonntag lag die Zuwachsrate der positiv Getesteten durchgehend unter einem Prozent. Der höchste Wert lag am Donnerstag mit 0,8 Prozent Zuwachsrate und der niedrigste mit 0,3 Prozent am Mittwoch vor, wie aus dem Dashboard des Landes Tirol hervorgeht.

 12:21

+++ Noch keine Entscheidung zu Salzburger Festspielen +++

Wie es um das 100-Jahre-Jubiläum der Salzburger Festspiele steht, ist vorerst noch unklar.

 12:03

Proben ebenfalls am Mitte Mai

Unter Einhaltung der Schutzbestimmungen dürfen auch Einzelproben wieder stattfinden. Gruppenproben - nur mit professionellem Hintergrund - sollen ab Anfang Juni wieder erlaubt sein.

 12:02

Fotostudios & Co. ebenfalls ab Mitte Mai

Atelierbetrieb, Restaurierung, Forschung, Werkstätten, Ton- & Fotostudios dürfen ebenfalls Mitte Mai öffnen.

 12:00

+++ Freiluftkinos ab Mitte Juni möglich +++

Das gab Ulrike Lunacek an.

 11:57

+++ Bundesmuseen sperren erst Ende Juni auf +++

Die Galerien konnten schon öffnen. Private Museen können ab Mitte Mai öffnen. Nur die Bundesmuseen gaben in Absprache mit Lunacek an, erst Ende Juni öffnen zu wollen. Auch Archive, Bibliotheken und Büchereien dürfen ab Mitte Mai aufsperren. Lesesäle allerdings nicht.

 11:54

Abstand halten

Aber trotz der schrittweisen Öffnung müssen die geltenden Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden.

 11:53

Großveranstaltungen bis 31. August nicht möglich

Events wie das Donauinselfest oder irgendwelche Festivals werden bis Ende August nicht stattfinden dürfen.

 11:45

Museen & Co. öffnen Mitte Mai

Ab Mitte Mai ist es möglich Orte der Präsentation (Museen) öffnen dürfen.

 11:43

Es geht los!

Die Entwicklung der Zahlen und Kurven ist tatsächlich sehr, sehr erfreulich. Es ist hier ein Erfolg zu verbuchen. Die Schrittweisen des Hochfahrens haben aber ihren Vorteil, dass wir hier die eingebauten Notbremsen haben", so Kogler.

 11:39

Statement von Kogler und Lunacek

Jeden Moment sollen Vizekanzler Werner Kogler und Staatssekretärin Ulrike Lunacek vor die Presse im Bundeskanzleramt treten.

 10:47

Caritas-Weltverband richtet Hilfsfonds ein

Das internationale Caritas-Netzwerk "Caritas Internationalis" hat einen globalen Hilfsfonds zur Finanzierung von Projekten gegen die Coronakrise eingerichtet. Dieser werde es ermöglichen, "schnell und wirksam" auf die Pandemie zu reagieren, teilte Generalsekretär Aloysius John am Donnerstag mit, wie Kathpress am Freitag berichtete.

Die Caritas sei in Afrika, Asien, Lateinamerika, Ozeanien, Europa sowie im Nahen Osten "an vorderster Front" im Kampf gegen das Virus - auch in Regionen, in denen keine andere Organisation aktiv sei. "Unsere Arbeit ist ein lebendiges Zeugnis für den Dienst der Kirche an den Schwächsten der Gesellschaft und an der ganzen Menschheitsfamilie", sagte John. Um die Ortskirchen in aller Welt zu unterstützen, habe man bereits Informationen von 140 nationalen Bischofskonferenzen eingeholt. Dies werde dazu beitragen, rasch geeignete Hilfsprogramme auf den Weg zu bringen.

Anfang April hatte der vatikanische Hilfswerke-Dachverband "Caritas Internationalis" laut Kathpress eine globale Kampagne gegen Covid-19 gestartet. Im Fokus der Aktion stehen vor allem strukturschwache Länder. In Ruanda beispielsweise gebe es bisher kein ausreichendes Bewusstsein für die aktuelle Seuchengefahr, weil die Bevölkerung unter einer schlimmen Nahrungsmittelknappheit leide. "Sie sagen: 'Wir sterben lieber an Covid als zu verhungern'", so der Caritas-Generalsekretär.

"Caritas Internationalis" ist der Dachverband von 165 nationalen Caritasverbänden. Diese sind nach eigenen Angaben in rund 200 Ländern in der Not- und Entwicklungshilfe sowie in Sozialdiensten tätig. Das internationale Netzwerk gehört darüber hinaus einer von Papst Franziskus geschaffenen Vatikan-Kommission zum Umgang mit den Corona-Folgen an

 10:40

Eine Million Tests sollen in Afrika verteilt werden

Die panafrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC will im Kampf gegen Covid-19 afrikanische Länder mit einer Million Tests unterstützen. Diese seien bei einem Unternehmen in Deutschland bestellt worden und würden in den kommenden Tagen an die Länder vergeben werden, sagte am Donnerstag John Nkengasong, der Leiter des Africa Centres for Disease Control and Prevention (Africa CDC).

Auf dem Kontinent gebe es eine "große Lücke" bei den Testmöglichkeiten von Corona-Fällen, sagte Nkengasong, dessen Behörde der Afrikanischen Union (AU) angehört. Die Afrika-Chefin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Matshidiso Moeti, erklärte zudem, dass der Mangel an Tests es für viele afrikanische Länder schwer mache, ihren Kampf gegen die Krankheit schnell auszuweiten. In den kommenden drei bis sechs Monaten braucht Afrika laut Nkengasong insgesamt etwa 15 Millionen Tests.

Afrika hat mit rund 17.200 bestätigten Fällen in 52 Ländern bisher weniger Infektionen als andere Regionen der Welt. Das neuartige Coronavirus erreichte Afrika später als Europa und viele afrikanische Länder hatten früh und schnell Maßnahmen ergriffen, was Moeti zufolge womöglich half, die Ausbreitung zu verlangsamen. Allerdings sieht der Verlauf der Ausbreitung nun demnach in einigen afrikanischen Ländern ähnlich aus wie in Europa.

 10:34

In Wien aktuell 2.175 Menschen infiziert, 86 Todesfälle

In Wien ist die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Personen erneut nur leicht gestiegen. Mit Freitag, Stand 8.00 Uhr, waren 2.175 Fälle bestätigt, wie der medizinische Krisenstab der Stadt Wien per Aussendung mitteilte. Das bedeutet eine Zunahme von 26 Erkrankten bzw. 1,2 Prozent in den vergangenen 24 Stunden.

In der Bundeshauptstadt gab es seit Donnerstagfrüh zudem vier zusätzliche Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Zwei Männer im Alter von 75 und 80 Jahren sowie zwei Frauen im Alter von 81 und 92 Jahren sind im Krankenhaus gestorben. Damit beträgt die Gesamtzahl der Verstorbenen nun 86.

Eine gute Nachricht gibt es auch: Die Zahl jener Menschen, die sich mittlerweile vom Virus wieder erholt haben, ist ebenfalls erneut gestiegen. Sie lag heute bei 1.381.

 10:28

Tests in Altersheimen

apa2.jpg © apa

 10:25

Auch Ordinationen schrittweise Richtung Normalbetrieb

 10:22

Spitäler sollen schrittweise geöffnet werden

Näheres folgt...

 10:13

PK: Anschober mit Plänen zur Normalisierung im Gesundheitsbereich

Näheres folgt...

 10:04

Aktuelle Kennzahlen aus Wien

Die Landessanitätsdirektion Wien und der medizinische Krisenstab der Stadt Wien informieren regelmäßig über die aktuellen Fallzahlen und weitere Kennzahlen zum Covid-19-Virus:

Stand Freitag, 17. April 2020, 08.00 Uhr, sind in Wien 2.175 Erkrankungen bestätigt. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle beträgt 86. Zwei Frauen (81 bzw. 92 Jahre) und zwei Männer (75 bzw. 80 Jahre) sind im Krankenhaus verstorben.

1.381 Personen sind gesundet und genesen.

Die Gesundheitshotline 1450 hat 882 Anrufe entgegengenommen. Informationen für die Bevölkerung erteilt auch die Service-Nummer der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) unter 0800 555 621.

 09:51

Faber hofft auf baldige Kirchenöffnung

Wiens Dompfarrer Toni Faber hofft auf eine baldige Öffnung der Gotteshäuser. "Es kann nicht sein, dass in Baumärkten eingekauft wird und die Kirchen geschlossen sind", sagte er im Rahmen der Interviewserie "Was zählt" der "Kleinen Zeitung". Trotz Coronakrise stellte er in Aussicht, dass in den kommenden Wochen Taufen im engsten Familienkreis und Hochzeiten im kleinen Kreis stattfinden werden.

"Ich habe nicht alle Hochzeiten und Taufen aus meinem Kalender gestrichen, sondern versuche eher, neue Termine zu fixieren", meinte Faber. Größere Gottesdienste mit mehreren Hundert Personen seien aber wegen des von der Regierung verhängten Veranstaltungsverbots bis Ende Juni unmöglich. Dennoch steht Faber hinter den Maßnahmen der Regierung, wie er betonte: "Die komplette Schließung war absolut notwendig, um Leben zu retten."

 08:23

Italien diskutiert über Impfpflicht gegen Covid-19

Der Impfstoff gegen das Coronavirus ist zwar noch nicht entwickelt worden, doch Italien, eines der von SARS-CoV-2 am stärksten betroffenen Länder, diskutiert bereits über die Möglichkeit einer Impfpflicht für alle Bürger. Öl ins Feuer schüttete Vize-Gesundheitsminister Pierpaolo Sileri, demnach die Impfung der einzige konkrete Weg zum Ausmerzen des Coronavirus sei.

"Angesichts der Schäden, die das Virus angerichtet hat, müsste die Impfung gegen Covid-19 Pflicht sein. Wenn einmal Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffs garantiert sind, müssten alle geimpft werden, so dass sich niemand mehr anstecken kann", sagte der Vize-Gesundheitsminister, der selber am Coronavirus erkrankt und inzwischen genesen ist.

Walter Ricciardi, Mitglied der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Berater des italienischen Gesundheitsministeriums, sieht dagegen keine Notwendigkeit zur Einführung einer Impfpflicht. "Die Italiener haben die Angst vor der Krankheit persönlich erlebt und werden sich freiwillig impfen lassen", meinte Ricciardi. Seiner Ansicht nach sollten die Impfzentren in Italien gestärkt werden, da es zu einem Ansturm von Bürgern kommen werde, die sich impfen lassen wollen, sobald der Impfstoff verfügbar sei.

Der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza rief zu einer internationalen Allianz auf, damit nach Entwicklung des Impfstoffs gegen das Covid-19 dieser an alle Länder, auch an ärmere, verteilt werden könne. Infolge hoher Nachfrage könnte es zu Engpässen bei der Lieferung des Impfstoffs kommen.

Die Aussicht auf eine Impfpflicht gegen das Covid-19 erzürnt eine breite Gruppe von Impfverweigerern in Italien. Diese führen schon seit Jahren einen zähen Kampf gegen die von der Regierung 2017 eingeführte Impfpflicht für Kinder gegen zehn Krankheiten, darunter Masern, Hirnhautentzündung, Tetanus, Kinderlähmung, Mumps, Keuchhusten und Feuchtblattern. Mit der Einführung der obligatorischen Impfung gewann in Italien die schon zuvor verbreitete Anti-Impf-Bewegung "No Vax" an Schwung. Ihre Anhänger misstrauen Impfspezialisten und medizinischen Fachleuten. Sie fordern die sofortige Abschaffung der Impfpflicht und behaupten, Impfstoffe würden die Gesundheit gefährden.

Anführerin der "No Vax"-Bewegung ist die römische Parlamentarierin Sara Cunial. Diese wehrt sich gegen den Vorschlag des bekannten Virologen Roberto Burioni, junge Leute wie Angehörige des Militärs oder alte Menschen in Seniorenheimen gegen das Coronavirus zu impfen und sie dann mit dem SARS-CoV-2 zu infizieren, um festzustellen, ob der Impfstoff greife. Die Parlamentarierin rief die Regierung auf, sich von "ethisch fragwürdigen" wissenschaftlichen Experimenten an gesunden Personen zu distanzieren, um die Wirksamkeit des Impfstoffes zu testen. Solche Experimente wären laut Cunial "nationalsozialistische Tests". "Experimente an Versuchspersonen auf Kosten von Staatsdienern wäre ein krimineller Akt, der gegen die fundamentalen Menschenrechte verstoße", sagte Cunial.

Auch der Gewerkschaftsverband der italienischen Militärs zeigte sich über die Aussicht von Tests auf Soldaten besorgt. "Wir sind keine Versuchskaninchen", betonten Sprecher der Gewerkschaft.

 07:07

Wuhan korrigierte Todesfälle um 1.290 nach oben

Die chinesische Stadt Wuhan hat die Zahl der Corona-Toten überraschend um rund 50 Prozent nach oben korrigiert. Wie die Behörden am Freitag berichteten, sind in der zentralchinesischen Metropole, in der die Pandemie ihren Ausgang genommen hatte, doch noch weitere 1.290 Menschen in Folge der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Toten in Wuhan auf 3.896.

Die landesweite Gesamtzahl von bisher 3.342 Toten in China wurde am Freitag zunächst noch nicht offiziell korrigiert, dürfte sich damit aber auf mehr als 4.600 erhöhen. Die neuen Angaben bestätigen schon länger bestehende Vermutungen, dass in den offiziellen chinesischen Statistiken viele Fälle nicht mitgerechnet worden waren.

Es wurden mehrere Gründe für die erhebliche Korrektur genannt. So seien Patienten anfangs zuhause gestorben. Auch seien Krankenhäuser überfordert und Ärzte und medizinisches Personal mit dem Ansturm der Infizierten zu beschäftigt gewesen, "was zu verspäteten, fehlenden und falschen Berichten führte", wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

 07:06

Erste Erfolge für Corona-Super-Medikament!

Chicago. Laut Berichten des US-Gesundheitsportals "STAT" wurden erste positive Erfolge im Rahmen einer Coronavirus-Studie in Chicago verzeichnet. Das antivirale Medikament Remdesivir wurde an zahlreiche Covid-19-Patienten verabreicht – Mit überraschenden Erfolg. Fieber und Atembeschwerden der Infizierten gingen dank des Medikaments recht rasch zurück, sodass die Test-Patienten das Krankenhaus innerhalb einer Woche wieder verlassen konnten.

Die Studie wurde von der Universität Chicago durchgeführt, die für die ersten Tests insgesamt 125 Corona-Patienten "rekrutierte". 113 der Patienten galten als schwer krank. Die Studien-Teilnehmer wurden mit täglichen Remdesivir-Infusionen behandelt. Die vollständige Studie wurde jedoch noch nicht veröffentlicht.

Das Medikament Remdesivir wird vom kalifornischen Pharmaunternehmen Gilead Sciences produziert und zählt zu den wenigen Arzneimitteln, die das Coronavirus beeinflussen. Ursprünglich wurde Remdesivir im Kampf gegen Ebola entwickelt. Es könnte sich hierbei um das erste, für die breite Masse, zugelassene Medikament gegen die Lungenkrankheit Covid-19 sein.

"Die beste Nachricht ist, dass die meisten unserer Patienten bereits entlassen worden sind, was großartig ist", zitiert das US-Gesundheitsportal "STAT" die Infektions-Spezialistin Kathleen Mullane von der Universität Chicago. Die Aussage der Spezialistin stammt aus einer Video-Diskussion, die "STAT" zugespielt wurde. Mullane bestätigte die Existenz des Videos, wollte sich jedoch nicht weiter dazu äußern. Der Pharmakonzern "Gilean" erklärte in einer STellungnahme: "Was wir bisher sagen können, ist, dass wir auf Daten aus noch laufenden Studien warten."

 06:16

Ex-Trump-Anwalt Cohen kommt wegen Corona vorzeitig aus Haft - CNN

Der frühere Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, soll laut einem Medienbericht wegen der Corona-Pandemie vorzeitig aus der Haft entlassen werden. Wie der Sender CNN am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf dessen Anwalt Roger Adler berichtete, informierte die US-Bundesgefängnisbehörde Cohen bereits entsprechend.

In dem Gefängnis in Otisville im Bundesstaat New York, wo Cohen bis November 2021 seine dreijährige Haftstrafe verbüßen sollte, seien mehrere Insassen und Mitarbeiter positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden, hieß es. Nach einer 14-tägigen Quarantäne werde der Ex-Anwalt den Rest seiner Strafe im Hausarrest verbringen dürfen. Ein genaues Datum für die Entlassung wurde nicht genannt.

Cohen hatte sich 2018 vor Gericht wegen mehrerer Vergehen schuldig bekannt, unter anderem wegen einer Falschaussage vor dem Kongress und wegen Verstößen gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung. Bei Letzterem handelte es sich um Schweigegeldzahlungen, die Cohen nach eigener Aussage im Auftrag von Trump ausgeführt hatte. Im Dezember 2018 wurde der Ex-Anwalt zu drei Jahren Haft verurteilt.

Cohen hat mehr als ein Jahrzehnt für Trump gearbeitet und war eine zentrale Figur in mehreren Affären um den Präsidenten. Er wurde oft als Trumps "Ausputzer" beschrieben, bis es zum Bruch zwischen beiden kam. Cohen wandte sich von Trump ab und erhob vor Gericht und dem US-Kongress schwere Vorwürfe gegen Trump.

 06:11

Wimbledon-Siegerinnen gegen Tennis ohne Fans

Die beiden Grand-Slam-Siegerinnen Simona Halep und Petra Kvitova haben sich gegen Tennis-Turniere ohne Publikum ausgesprochen. "Ich glaube nicht, dass Tennis ohne Fans funktioniert", sagte die Rumänin Halep. "Die Atmosphäre würde so anders sein. Der Grund, warum wir die großen Bühnen alle so lieben, ist die unglaubliche Leidenschaft, die die Fans mitbringen. Ohne sie wäre Tennis ein anderer Sport"

Auch der zweimaligen Wimbledonsiegerin Kvitova gefällt die Idee nicht, ohne Zuschauer zu spielen. "Ich denke, die Fans sind zu wichtig für den Sport. Es ist eine Einzel-Sportart, darum nehmen die Fans wirklich einen Einfluss bei uns", sagte die Tschechin.

Die Tennis-Tour pausiert aufgrund der Coronavirus-Pandemie mindestens bis zum 13. Juli

 06:10

Staatsdruckerei entwickelt App für Immunitätsnachweis

Die Staatsdruckerei entwickelt gemeinsam mit ihrem Tochterunternehmen youniqx Identity AG eine App, die Staaten und Privatpersonen die Rückkehr in die Normalität nach der Coronakrise erleichtern soll. Via Smartphone soll eine etwaige Immunität gegen das Virus verknüpft mit der Identität nachgewiesen werden können. So könnten Schutzausrüstung gespart oder auch Grenzübertritte erleichtert werden.

"In der Corona-Welt schaffen zwei Faktoren mehr Sicherheit: Tests und das sichere Wissen, wer basierend auf wissenschaftlichen Kriterien bereits als immun gilt", so Lukas Praml, Geschäftsführer der Österreichischen Staatsdruckerei. Letzteres will man mit der "Restart.ID"-App unterstützen. Konkret sieht das Konzept vor, dass zukünftige App-Nutzer mittels Smartphone auf Anfrage von beispielsweise Behörden rasch ihre Immunität gegen das Coronavirus nachweisen könnten.

Damit das funktioniert, müssten User nach dem App-Download ihr Smartphone auf ihren Reisepass legen, woraufhin die im Reisepass-Chip enthaltenen Informationen wie Name, Geburtsdatum oder das Porträtbild fortan von der "Restart.ID"-App angezeigt werden könnten. In der Folge müssten noch Testergebnisse absolvierter Covid-19-Tests etwa mittels QR-Code eingelesen werden. Soll die Immunität nun beispielsweise in einem Krankenhaus oder bei einem Grenzübergang nachgewiesen werden, müsste der App-Nutzer zuvor explizit einer Daten-Abfrage zustimmen.

"Die persönlichen Daten sind immer dezentral und damit ausschließlich auf dem eigenen Smartphone verschlüsselt gespeichert", erklärte Praml. Um Transparenz zu garantieren, soll die App auch als Open-Source-Projekt umgesetzt werden. Dafür befinde man sich bereits hinsichtlich datenschutzrelevanter und ethischer Fragen in Abstimmung mit der Universitätsprofessorin Barbara Prainsack und dem Experten für Digitalrecht Nikolaus Forgo.

"Restart.ID soll jedenfalls nicht exklusiv oder verpflichtend zum Einsatz kommen", erklärte der Geschäftsführer der Staatsdruckerei. Parallel müsse es Möglichkeiten geben, sich ohne Nachteil auch analog auszuweisen. Jedoch zeigt man sich bei der Staatsdruckerei überzeugt, dass die App eine Rückkehr in die Normalität unterstützen könne. "Restart.ID könnte helfen, schneller alle nötigen Schritte für eine Wiederaufnahme von nationalen und internationalen Reisen zu absolvieren", meinte Praml gegenüber der APA. Jedoch benötige man dafür starke Partner auf staatlicher Ebene und die Unterstützung des Gesundheitssektors.

Vonseiten der Staatsdruckerei wurde bereits in mehrere Richtungen Kontakt aufgenommen, sowohl national als auch international. "Mit einigen Akteuren befinden wir uns bereits in einem ersten Austausch", meinte Praml gegenüber der APA. Sofern ausreichend Unterstützung vorhanden wäre, könnten innerhalb einiger Wochen erste Ergebnisse vorliegen. "Wir planen nach rund zwei Monaten den ersten Einsatz", sagte Praml. Dabei empfiehlt er, dass das System für den Endnutzer kostenlos sei.

Hans Zeger, Obmann von Arge Daten, zeigte sich im APA-Gespräch hinsichtlich des App-Konzepts kritisch: "Eine derartige Idee einzuführen, enthält einen gefährlichen Anschlag auf die Grundrechte." Es bestehe die Gefahr einer sachlich unbegründeten Diskriminierung von symptomfreien Personen, die noch keine Coronainfektion durchgemacht haben. Personen, die dagegen bereits am Virus erkrankten und nun immun sind, könnten besser behandelt werden. "Am Ende des Tages könnte man sich als immune Person zur Benützung einer solchen App gezwungen sehen", meinte Zeger.

"Erst wenn flächendeckende Tests innerhalb eines kurzen Zeitraums möglich sind, ist eine technische Lösung zur Immunitätsstatusabfrage denkbar", sagte Zeger. Bis dahin wäre es besser, systematisch Fieber zu messen. Das dauere nicht lange und habe eine hohe Treffsicherheit, so der Arge Daten Obmann.