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Wut-Wirte planen Marsch auf das Kanzleramt

Wirte sind verzweifelt: 'Die Regierung ist überfordert, da geht es um unseren A...'

Am 15. Mai dürfen die heimischen Lokale endlich wieder aufsperren. Die Gastronomie darf wieder Gäste empfangen - allerdings unter strengen Auflagen: Alle Gäste brauchen einen Sitzplatz, pro Tisch dürfen maximal vier Erwachsene plus Kinder sitzen. Für diese gilt der Mindestabstand zwar nicht, das Personal muss aber Mund-Nasenschutz tragen.

Marsch auf das Kanzleramt

Viele Wirte kämpfen aber weiterhin gegen die Pleite, Salzburger Gastronomen wollen ihrem Ärger nun Luft machen. Sie planen einen Marsch auf das Bundeskanzleramt in Wien.

Roland vom Gasthaus Mayer spricht in einem Video über seine Lage: „Mir geht es scheiße“, stellt der Gastronom gleich zu Beginn klar. „Wir haben selber hier 25 positive Fälle nach einer Geburtstagsfeier mit 45 Gästen gehabt. In Folge sind dann auch zwei Personen gestorben. Ich habe das ganze miterlebt, wie schnell es gehen kann.“ Dabei lobt der Wirt die Abwicklung und die Behandlung der Betroffenen: „Das hat alles super funktioniert.“

Wirt Roland übt dann aber harte Kritik an der mangelhaften Hilfe durch den Staat. „Wie wir alle hab ich Freudentränen gehabt, wie auf der Pressekonferenz Kanzler Kurz davon gesprochen hat, dass allen geholfen wird. Da haben wir uns alle gefreut.“ Die Hilfe dauert aber zu lange.

"Regierung ist überfordert"

Besonders der Antrag auf Kurzarbeit ist zu kompliziert. „Bis Woche 6 hab ich den Antrag nicht abgeben können, wir haben vier Formulare weggeschmissen. Erst dann haben wir die Kurzarbeit bestätigt bekommen“. Ein weiteres Problem betrifft die Kredite. „Es ist immer noch kein Geld da, ich bin nicht mehr liquid. Die Rücklagen waren innerhalb von ein paar Tagen weg. Jetzt müssen wir schauen, wie wir überhaupt am 15. Mai aufsperren können.

Der Gastronom sieht die Politik gefordert: „Der Staat sollte die Bürokratie im Hintergrund abbauen, damit die Kredite endlich genehmigt werden. Darum geht es. „Wie kann es sein, dass seit 70 Jahren ein Gesetz (Epidemiegesetz) in Kraft ist und wir erst jetzt drauf kommen, dass man es ändern muss.“

Zum Schluss stellt der Wirt noch einmal klar. „Die Regierung ist überfordert. Es scheitert an der ganzen Bürokratie. Da geht es um unseren Arsch.“