iOS 13 Beta für alle ist da

Inklusive Dark Mode am iPhone

iOS 13 Beta für alle ist da

Anfang Juni hat Apple auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC 2019 ein echtes Neuheiten-Feuerwerk gezündet. Für die meisten Nutzer stand dabei die Präsentation von iOS 13 im Mittelpunkt. Bisher konnte das neue Betriebssystem für iPhones nur von registrierten Entwicklern getestet werden. Doch damit ist nun Schluss. Der US-Konzern hat am Dienstag eine öffentliche Beta-Version von iOS 13 veröffentlicht, die nun alle Nutzer ausprobieren können. Dabei stehen bereits viele der neuen Funktionen zur Verfügung – allen voran der systemweite Dark Mode. Zeitgleich wurden auch öffentliche Beta-Versionen von iPadOS, macOS „Catalina“ und tvOS 13 veröffentlicht.

>>>Nachlesen:  iOS 13: Alle Neuheiten im Überblick

Vorsicht geboten

Für den Download der öffentlichen Beta-Version hat Apple eine eigene Seite eingerichtet (Beta-Software-Programm), auf der man sich zum Testen registrieren und sein Gerät anmelden kann. Wichtig zu erwähnen ist, dass man Beta-Versionen grundsätzlich nur auf Geräten ausprobieren bzw. installieren sollte, die man nicht unbedingt benötigt. In den Vorab-Versionen sind häufig noch diverse Mängel und Fehler enthalten, die zu Problemen führen können. Das gilt auch für die iOS 13 Beta. Wer die Beta-Version installiert, sollte vorher unbedingt ein komplettes Back-up (via iTunes oder die iCloud) durchführen.

Der Release der finalen Version wird für September erwartet. Sie sollte kurz nach der Präsentation der neuen iPhone-Generation zur Verfügung gestellt werden.

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Alle iOS 13-Neuheiten im Überblick

Apple hat iOS 13 schneller gemacht. Das Betriebssystem soll besser reagieren, bietet diverse Optimierungen im gesamten System, Apps starten schneller, Downloadgrößen von Apps wurden um die Hälfte reduziert, Updates brauchen um 60 Prozent weniger Platz und Face ID entsperrt das iPhone (noch) schneller.

Dark Mode

Größte Neuerung von iOS 13 ist die Einführung des systemweiten Dark Mode. Im dunklen Modus bekommt das iPhone quasi einen völlig neuen Look. Das dunkle Farbschema gibt es im ganzen System und in allen nativen Apps. Bei OLED-Displays wie beim iPhone X, XS und XS Max spart der Dark Mode Energie und in Umgebungen mit wenig Licht schont er zudem die Augen. Der neue Modus steht auch Entwicklern von Drittanbieter-Apps zur Integration in ihre Anwendungen zur Verfügung. Nutzer können ihn auch so einstellen, dass er bei Sonnenuntergang oder zu einem bestimmten Zeitpunkt automatisch aktiviert wird.

ios-13-960-off-inlay-apple2.jpg © Apple

Fotos und Videos

Künstliche Intelligenz spielt auch bei iOS 13 eine große Rolle. Mit maschinellem Lernen wird die Foto-App automatisch übersichtlicher. So werden die besten Bilder und Videos im Stream hervorgehoben. In der neuen Tages-, Monats- oder Jahresansicht werden ungeordnete und ähnliche Fotos automatisch ausgeblendet. Besonders gelungen ist auch die automatische Wiedergabe von Videos in der Mediathek. Sie werden beim Scrollen automatisch abgespielt und stechen somit aus den Fotos hervor.

ios-13-960-off-inlay-apple3.jpg © Apple

Neue Werkzeuge gibt es für die Bildbearbeitung. Durch einfaches Streichen kann man Effekte intensivieren oder verringern. Zudem sind bei iOS 13 die meisten Werkzeuge zur Bildbearbeitung jetzt auch für die Videobearbeitung verfügbar, sodass man die Clips direkt in der Foto-App drehen, schneiden oder Filter anwenden kann. Weiters ermöglicht das neue Betriebssystem Porträtlicht-Anpassungen direkt in der Kamera App. Ein neuer 'High-Key Mono'-Effekt soll für einen monochromen Look für Fotos im Porträtmodus sorgen.

"Anmelden mit Apple"

Dass man sich mit seinem Google- oder Facebook-Account bei diversen Diensten einloggen bzw. anmelden kann, gibt es schon lange. Hier übermitteln die Nutzer aber auch viele, teils sensible Daten. Apple führt mit iOS 13 eine privatere Möglichkeit ein, sich schnell in Apps und auf Webseiten anzumelden. Statt ein Konto aus sozialen Medien zu verwenden oder Formulare auszufüllen, E-Mail-Adressen zu verifizieren oder Passwörter zu wählen, können iPhone-User einfach ihre Apple-ID zur Authentifizierung verwenden. Dabei schützt der Konzern die Privatsphäre der Nutzer, indem Entwickler eine einmalige zufällige ID erhalten.

ios-13-960-off-inlay-apple1.jpg © Apple

Selbst in den Fällen, in denen Entwickler nach einem Namen und einer E-Mail-Adresse fragen, haben Nutzer die Möglichkeit, ihre E-Mail-Adresse privat zu halten und stattdessen eine einmalige zufällige E-Mail-Adresse zu verwenden. Bei 'Anmelden mit Apple' können sich die Nutzer zudem mit Face ID oder Touch ID authentifizieren. Damit haben sie auch gleich eine integrierte Zwei-Faktor-Authentifizierung für mehr Sicherheit.

Karten App

Apple Maps wurde bei iOS 13 ebenfalls stark aufgerüstet. Die besten neuen Features gibt es zunächst aber nur in den USA. Im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ ist der Konzern vier Millionen Meilen gefahren, um die Basiskarte von Grund auf neu zu erstellen. Hier gibt es nun eine breitere Straßenabdeckung, bessere Daten für Fußgänger, genauere Adressen und eine detailliertere Bodenbedeckung. In anderen Ländern werden diese Neuheiten erst ab 2020 eingeführt.

ios-13-960-off-inlay-apple4.jpg © Apple

Dann dürfte auch der neue Konkurrent für Google Street View an den Start gehen. Denn durch die neue Basiskarte und die hochauflösende 3D-Fotografie bietet das neue 'Look Around'-Feature fotorealistische Bilder von Städten auf Straßenebene. Zu den weiteren neuen Funktionen der Karten-App zählen Sammlungen, um die Lieblingsrestaurants, -reiseziele oder -Shoppingtempel mit Freunden zu teilen, und Favoriten, um die Navigation zu häufigen Zielen (Zuhause, Arbeit, Schule, etc.) mit einem Fingertipp auf den Startbildschirm aufzurufen.

Weitere Neuheiten

Hier folgen nun noch weitere, nicht ganz so umfangreiche Neuerungen von iOS 13, die viele Nutzer aber dennoch freuen dürften. Auch wenn sie auf den ersten Blick oftmals gar nicht zu erkennen sind.

  • Leistungsverbesserungen machen das gesamte System reaktionsschneller mit einer schnelleren Face ID Entsperrung und einer neuen Möglichkeit, iPhone Apps im App Store zu bündeln, die die Downloadgröße der Apps um bis zu 50 Prozent reduziert, Updates für Apps um über 60 Prozent verkleinert und dazu führen soll, dass Apps bis zu doppelt so schnell starten.
     
  • Siri hat eine neue, natürlichere Stimme. Außerdem unterstützen die bei iOS 12 erstmals eingeführten Siri-Kurzbefehle (Shortcuts) jetzt auch  'Suggested Automations', die personalisierte Routinen für Dinge wie den Weg zur Arbeit oder ins Fitnessstudio liefern. Der Google Assistant bietet das schon seit Jahren.
  • Vielschreiber kommen mit der neuen Funktion QuickPath auf ihre Kosten. Diese ermöglicht eine einhändige Eingabe auf der iOS-Tastatur, indem man einfach durch die Buchstaben eines Wortes streicht - SwiftKey lässt grüßen. Zudem wurde laut Apple die Textbearbeitung verbessert. iPhone-Nutzer sollen nun präziser durch Dokumente scrollen, den Cursor bewegen und Texte auswählen können.

    ios-13-960-off-inlay-apple6.jpg © Apple
     
  • Die Funktion „Erinnerungen“ hat ein neues Design und liefert KI-Optionen, um Erinnerungen zu erstellen und zu bearbeiten, mit mehr Möglichkeiten, sie zu organisieren. Mit der schnellen Symbolleiste wird es beispielsweise einfacher, Zeiten, Datumsangaben, Orte und Flaggen oder Anhänge hinzuzufügen.
     
  • iMessage bzw. Nachrichten kann nun automatisch den Namen und das Foto eines Nutzers oder personalisierte Memojis oder Animojis teilen. Damit wandelt die App auf Spuren von anderen Messenger-Diensten wie WhatsApp. Besonders cool: Der persönlich erstellte Avatar (Memoji) wird in unterschiedlichen Posen automatisch in Stickerpakete umgewandelt, die in die iOS-Tastatur integriert sind, sodass sie in Nachrichten, Mail und anderen Apps verwendet werden können. Außerdem bekommen die Memojis neue Frisuren, Kopfbedeckungen, Make-ups, Piercings und Accessoires.

    ios-13-960-off-inlay-apple.jpg © Apple
     
  • Die Smartphone-Integration für Autos, CarPlay, erhält bei iOS 13 ihr bisher größtes Update mit einem neuen Dashboard, um Musik, Karten und mehr in einer einzigen Ansicht anzuzeigen, einer neuen Kalender App und Siri-Unterstützung für Navigations- und Musik-Apps von Drittanbietern.

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  • Mit den AirPods 2 kann Siri eingehende Nachrichten vorlesen, sobald sie ankommen. Das gilt für die Nachrichten-App von Apple sowie jeder SiriKit-fähigen Nachrichtenapp. Die neue Audiofreigabe ermöglicht es, mit einem Freund einen Film anzusehen oder einen Song zu teilen. Dazu muss man einfach ein zweites Paar der kabellosen Kopfhörer in die Nähe des iPhone oder iPad halten.
     
  • Mit der Dateien App können Nutzer nun Ordner über iCloud teilen und auf Dateien von externen Speichermedien wie SD-Karten und USB-Sticks zugreifen. 
     
  • Die Steuerelemente für Ortungsdienste geben den Nutzern mehr Auswahlmöglichkeiten, wie sie Standortdaten mit Apps teilen, einschließlich einer neuen einmaligen Standortoption.

    ios-13-960-off-inlay-apple5.jpg © Apple

 

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