Disney+ hat schon über 60 Mio. Abonnenten

Netflix-Gegner wächst weiter

Disney+ hat schon über 60 Mio. Abonnenten

Neuer Streaming-Dienst setzt Erfolgslauf fort und Netflix unter Druck.

Derzeit gibt es für Disney eigentlich wenig Grund zum Feiern. Die Corona-Pandemie hat den US-Unterhaltungsriesen tief in die roten Zahlen gebracht. In den drei Monaten bis Ende Juni fiel unterm Strich ein Verlust von 4,7 Milliarden Dollar (4,0 Mrd. Euro) an. Einziger Lichtblick ist derzeit der neue, hauseigene Streaming-Dienst.

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Disney+ "unglaublich erfolgreich"

Disney-Chef Bob Chapek sprach von einem "unglaublichen Erfolg" bei  Disney+ . Der im vergangenen November gestartete Videodienst ( Österreich-Start war im März 2020 ) hatte Anfang August bereits 60,5 Millionen Abonnenten, sagte Chapek. Um weitere Kunden hinzuzugewinnen, soll im September die im Kino immer wieder verschobene Neuauflage des Zeichentrick-Märchens "Mulan" bei Disney+ gezeigt werden - allerdings zum stolzen Preis von knapp 30 Dollar.
 
 

Noch in Verlustzone

Auszahlen tut sich das rasante Wachstum des Streaming-Geschäfts für Disney aber noch nicht - zumindest nicht in Geld. Die Sparte ist bisher hoch defizitär und der Boom auch durch Schnäppchenpreise und kostenlose Lockangebote etwa an viele US-Kunden des Internetanbieters Verizon Fios erkauft. Ob Disney dem Streaming-Marktführer Netflix - der während des coronabedingten Lockdown  ebenfalls gefragter denn je war  - damit dauerhaft einheizen kann, bleibt erstmal abzuwarten. Mit über 60 Millionen Abonnenten ist jedoch ein gutes Fundament gelegt - zumal in dieser kurzen Zeit.

Corona bremst lukrative Einnahmequellen

Disneys Geschäft mit Vergnügungsparks, Ferienressorts und Kreuzfahrten - normalerweise ein zuverlässiger Profitbringer - litt in der Krise indes stark. Die Erlöse brachen im Jahresvergleich um 85 Prozent ein, der Betriebsverlust betrug knapp zwei Milliarden Dollar. Inzwischen sind Disneys Attraktionen größtenteils wieder geöffnet, jedoch mit strengen Corona-Auflagen und angesichts anhaltender Virus-Sorgen in den USA mit ungewissem Ausblick.
 


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