Facebook wirft europäische Impfgegner von Plattform

Wollten Lösch-Algorithmen austricksen

Facebook wirft europäische Impfgegner von Plattform

Online-Netzwerk greift gegen Kampagnen und User durch, die die Corona-Impfung verunglimpfen und die Lösch-Algorithmen austricksen wollten.

Facebook  ist laut eigenen Angaben gegen eine europäische Kampagne von Corona-Impfgegnern vorgegangen. Wie das zum  Meta-Konzern  gehörende Internet-Netzwerk mitteilte, löschte es in Frankreich und Italien Konten von seinen Plattformen, die mit einer Bewegung namens "V_V" in Verbindung standen. Die Mitglieder des Netzwerks hätten medizinisches Personal, Journalisten und Politiker, die zum Impfen aufriefen, "massenhaft belästigt" und als "Nazis" beschimpft.

Wollten Algorithmen austricksen

Die Mitglieder des Netzwerks hätten sich auf dem Messengerdienst  Telegram  organisiert und dort Listen mit Zielpersonen sowie Informationen zur Umgehung der automatischen Facebook-Schutzmaßnahmen ausgetauscht. Demnach haben sie massenhaft Kommentare unter den Nachrichten der Opfer hinterlassen, anstatt selbst Inhalte zu posten. Dabei verwendeten sie auch leicht veränderte Schreibweisen von Wörtern wie "Geimpfte", um den Algorithmen zu entgehen.

"Wir verbieten zwar nicht alle V_V-Inhalte, aber wir beobachten die Situation weiter und werden Maßnahmen ergreifen, wenn wir weitere Verstöße feststellen", erklärte Meta weiter. Dem Online-Riesen zufolge ist es schwierig, die Reichweite und die Auswirkungen dieser Hass-Kampagne zu bewerten. Laut Meta war das Netzwerk auch auf YouTube, Twitter, und VKontakte aktiv.

Rund 20.000 Anhänger 

Dem Online-Analysedienst Graphika zufolge hat "V_V" etwa 20.000 Anhänger. Die Gruppe wird demnach mit Vandalismus an Krankenhäusern gebracht. Mitglieder hätten auch versucht, die Impfkampagnen zu stören, indem sie wiederholt Arzttermine gebucht und abgesagt hätten. Graphika sprach in dem Zusammenhang von "psychologischer Kriegsführung".

Hass und Desinformationskampagnen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sind mittlerweile Alltag bei den meisten Internetplattformen. Teilweise werden auch staatliche Akteure beschuldigt, falsche Informationen gezielt in Umlauf zu bringen.
 



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