Facebooks smarter Foto-Brille droht Verkaufsstopp

EU-Land leitet Prüfung ein

Facebooks smarter Foto-Brille droht Verkaufsstopp

EU-Land könnte den Verkauf des stylischen Wearebles "Ray-Ban Stories" verbieten.

Für die Ende letzter Woche präsentierte  smarte Brille aus dem Hause Facebook  gibt es bereits Gegenwind. So hat die italienische Datenschutzbehörde von dem Online-Netzwerk Informationen zu dem neu auf den Markt gebrachten Wearable, mit dem man Fotos und Videos aufnehmen kann, gesammelt. Die Behörde prüft nun, ob das Produkt mit Italiens Datenschutzgesetzen vereinbar ist. Treffe das nicht zu, könnte der Verkauf verboten werden. In Österreich ist "Ray-Ban Stories" noch gar nicht erhältlich.

Klarstellung aus Irland gefordert

Facebook hat die mit zwei 5 MP Kameras ausgestattete Brille in Zusammenarbeit mit dem italienischen Ray-Ban-Hersteller EssilorLuxottica entwickelt. Sie ermöglicht ihren Trägern, Musik zu hören, Anrufe entgegenzunehmen oder Fotos und kurze Videos aufzunehmen und sie mithilfe einer App über die Facebook-Dienste zu teilen. Die italienische Behörde appellierte an den irischen Datenschutzbeauftragten, der für die Aufsicht über Facebook zuständig ist, weil sich der europäische Hauptsitz des Unternehmens in Irland befindet, den Konzern um Klarstellungen zu bitten.

Video zum Thema: Smarte Facebook-Brille Ray-Ban Stories

 

Offene Privatsphäre-Fragen

Die italienische Behörde erklärte, sie wolle über die Maßnahmen informiert werden, die Facebook zum Schutz von Personen, die gefilmt werden, insbesondere von Kindern, plant. Auch über die Systeme, die zur Anonymisierung der gesammelten Daten dienen sollen, und über die Funktionen des mit der Brille verbundenen Sprachassistenten will die italienische Behörde mehr erfahren.

In sechs Ländern gestartet

Die Facebook-Brille wird vorerst nur in Australien, den USA, Kanada, Irland, Italien und Großbritannien angeboten. Projektpartner bei den Ray-Ban Stories ist die italienische Luxottica-Gruppe, zu der Ray-Ban seit 1999 gehört.
 
 



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