Nokia 9 mit 5-fach Kamera im Kurztest

Flaggschiff startet in Österreich

Nokia 9 mit 5-fach Kamera im Kurztest

HMD Global stellt bei seinem neuen Spitzen-Smartphone die Kamera in den Mittelpunkt.

Mit dem  Nokia 9 PureView  hat HMD Global neben dem Falt-Smartphone  Mate X  von Huawei einen der ganz großen Stars des  Mobile World Congress 2019  aus dem Hut gezaubert. Ab sofort ist das neue Top-Smartphone mit Fünffach-Hauptkamera in Österreich erhältlich. Passend zum Marktstart haben die Finnen das Nokia 9 PureView gemeinsam mit  A1  am Freitag vor ausgewählten Journalisten präsentiert. Wir waren bei der Vorstellung mit dabei und konnten uns somit bereits ein erstes Bild von dem Gerät machen.

Gute Qualität

Bei der Präsentation war neben Eric Matthes (Foto unten), neuer General Manager DACH bei HMD Global, auch ein Produktexperte des Unternehmens mit dabei. Beide betonten, dass bei der Entwicklung des Nokia 9 PureView der Fokus eindeutig auf der innovativen Hauptkamera lag. Und die hat es wirklich in sich (siehe unten). Wenn man das Smartphone in der Hand hält, wird aber auch an anderer Stelle klar, dass es sich dabei um ein Flaggschiff-Modell handelt. Die verbauten Materialien wirken durchwegs hochwertig. Das 8 Millimeter dünne Gehäuse setzt auf einen Materialmix aus Glas und Metall und liegt wirklich sehr gut in der Hand.

© oe24.at/digital

Das Display nimmt fast die komplette Frontseite ein.

Performance

Und auch das 6 Zoll große OLED-Display mit 2K-Auflösung konnte im Kurzcheck mit natürlichen Farben, guter Helligkeit und sattem Kontrast überzeugen. Wie lange der verbaute 3.320 mAh Akku hält, konnten wir natürlich noch nicht testen. Die Batterie lässt sich jedoch schnell aufladen – auch kabellos. Obwohl als Antrieb „nur“ der Snapdragon 845 Prozessor zum Einsatz kommt – das  Galaxy S10 , LG G8, etc. setzen bereits auf den Snapdragon 855 -, kam im Kurztest kein Leistungsmangel auf. Kein Wunder, schließlich verfügt das PureView über 6 GB RAM und der Qualcomm-Chip zählt noch lange nicht zum alten Eisen. Ein weiteres Highlight ist der im Display integrierte Fingerabdrucksensor, auf den immer mehr Hersteller setzen. Auch ihn haben wir ausprobiert. Das Einrichten ging vergleichsweise flott, das Entsperren selbst, dauerte aber ziemlich lange. Das könnte aber auch an der Software gelegen haben. Denn die verfügbaren Testgeräte waren noch nicht mit der aktuellsten Version ausgerüstet.

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OLED-Display und High-Tech-Kamera in Kreisform.

Kamera

Doch nun zum Herzstück des Nokia 9 PureView. Die Finnen verbauen auf der Rückseite ein Fünf-Kamera-System mit ZEISS-Optik. Es verfügt über zwei Farb- und drei Monochromsensoren. Damit die sogenannte Array-Anordnung ein schönes rundes Muster ergibt, sitzen auch der LED-Blitz und der „Time of Flight“-Sensor in einer runden Aussparung. Letzterer ist übrigens für beeindruckende Tiefeneffekte zuständig und wird auch beim kommenden  Huawei P30 Pro  mit an Bord sein. Beim Fotografieren arbeiten die fünf 12 MP Sensoren im Einklang. Sie können damit deutlich mehr Licht einfangen als andere Smartphone-Kameras. Das Zusammenfügen aller Informationen in einem Foto, stellt natürlich einen immensen Rechenaufwand dar. Deshalb hat HMD Global das Nokia 9 PureView mit einem zusätzlichen Prozessor zur Fotoberechnung ausgestattet. Dieser ist also neben dem Snapdragon 845 an Bord. In unserem Kurztest haben wir mehrere Kamerafunktionen ausprobiert und zudem einige Anwendungsbeispiele vom Nokia-Experten vorgeführt bekommen. Dabei zeigte sich, dass die Finnen nicht zu viel versprochen haben. Laut dem ersten Eindruck könnte das Gerät das Potenzial zum neuen Kamera-König unter den Smartphones haben.

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Die Kamera bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten und Bearbeitungsfunktionen.

Wer die Fotos im RAW-Format abspeichert, hat wirklich extrem viele Möglichkeiten, sie im Nachhinein zu bearbeiten. Da kommen selbst Profis auf ihre Kosten. Der extrem hohe Dynamikbereich (bis zu 12,4 Blendenstufen), die beeindruckende Detailtreue sowie die 12-MP-Tiefenkarte bringen einem fast zum Staunen. Bei Fotos im RAW-Format muss man aber auf die enorme Speichergröße achten. Ein einzelnes dieser Bilder verbraucht 40 MB. Zudem dauern die Rechenschritte hierbei trotz des Co-Prozessors einige Sekunden. Im Kurztest konnte aber auch die Qualität von „normal“ gespeicherten Fotos überzeugen. Die 4K-Videos werden übrigens nur von einer der Linsen aufgenommen. Und auch an Selfie-Fans hat HMD Global gedacht. Vorne ist eine Dual-Kamera (20 MP + 5 MP) inklusive eigenem LED-Blitz verbaut. Hier bleiben also ebenfalls keine Wünsche offen.

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Das Nokia 9 PureVies misst 155x75x8mm und wiegt 172 Gramm.

Rasanter Aufstieg

Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass HMD Global und dessen Kunden nicht nur von der Zusammenarbeit mit ZEISS, sondern auch von der Partnerschaft mit Google stark profitieren. So verfügen die Nokia-Smartphones nicht nur über die hervorragenden KI-Funktionen (Kamera, Lens, Assistant, etc.), sondern werden dank Android One auch immer extrem schnell mit den neuesten Updates versorgt. Das gilt nicht nur für die verschiedenen Generationen des OS, sondern auch für die Sicherheits-Aktualisierungen, die monatlich ausgerollt werden. Und das scheint von den Kunden auch honoriert zu werden. Anders ist es nicht erklärbar, dass die Finnen in vielen großen Märkten binnen zwei Jahren unter die fünf größten Smartphone-Hersteller aufgestiegen sind. Auch in Österreich, Deutschland und der Schweiz haben die Nokia-Geräte bei den Verkaufszahlen mittlerweile den Sprung unter die Top 5 geschafft.

© HMD Global

Eric Matthes (42), General Manager DACH bei HMD Global

Verfügbarkeit und Preis

Das Nokia 9 PureView ist in Österreich ab sofort zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 649 Euro verfügbar. Damit liegt es preislich deutlich unter den Flaggschiff-Modellen der Konkurrenz. Bei A1 ist das neue Top-Smartphone ab 25. März zum Beispiel im Tarif Go! L um 0 Euro erhältlich. 

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