In Mexiko

Lkw mit radioaktivem Material gestohlen

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Die Atomenergiebehörde in Wien warnt vor "extrem gefährlicher" Strahlung.

In Mexiko ist ein Lastwagen mit radioaktivem Material gestohlen worden. Das für medizinische Zwecke gedachte Material sei "extrem gefährlich", sollte der Schutzmantel beschädigt oder entfernt werden, teilte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) am Mittwoch in Wien mit.

Lkw mit radioaktivem Material gestohlen
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Demnach transportierte der Lastwagen ein mit Kobalt60 betriebenes Gerät zur Krebstherapie von einem Krankenhaus in der nördlichen Stadt Tijuana zu einem Zentrum für radioaktive Abfälle. Gestohlen wurde das Fahrzeug in Tepojaco bei Mexiko-Stadt.

Eigenen Angaben zufolge wurde die IAEA am Montag von der mexikanischen Behörde für Atomsicherheit über den Diebstahl informiert. Demnach kann das Material nicht für Atomwaffen verwendet werden, doch könnte es theoretisch für eine "schmutzige Bombe" zum Einsatz kommen, bei der radioaktives Material mit konventionellem Sprengstoff kombiniert wird, um größere Gebiete zu verstrahlen. Experten warnen seit langem vor der Gefahr radioaktiven Materials, das nur schlecht gesichert in Krankenhäusern gelagert wird.

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