Neuer Kamera-König?

Alle Infos vom Huawei P30 & P30 Pro

Kurz vor der Präsentation sind die Daten der Top-Smartphones aufgetaucht.

Aktuell sorgt  Huawei  vor allem mit dem faltbaren  Mate X  für Furore. In genau einer Woche wird jedoch ein neues Top-Smartphone präsentiert, das deutlich höhere Verkaufszahlen erreichen wird. Die Rede ist vom neuen P30 und P30 Pro. Bei den Top-Modellen der P-Serie legt Huawei den Fokus stets auf die Kameraausstattung. Da macht auch die neue Generation, die am 26. März in Paris vorgestellt wird, keine Ausnahme. Allzu viele Überraschungen wird es bei der Präsentation aber nicht mehr geben. Denn vom P30 (Pro) gibt es mittlerweile zahlreiche Leaks, die so gut wie alle technischen Daten vorab verraten. Dabei zeigt sich, dass sich die Chinesen für den Nachfolger des erfolgreichen  P20 (Pro)  wieder einige Neuerungen einfallen haben lassen.

© WinFuture
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P30 Pro mit abgerundetem 6,47 Zoll Display

Ausstattung und Design

Wie die unter anderem auf dem für seine Leaks bekannten Twitter-Account @OnLeaks und von WinFuture veröffentlichten Fotos zeigen, setzt Huawei beim P30 (Pro) auf eine kleine Notch in Tropfenform. Beim  Mate 20 Pro  ist die Display-Aussparung mit integrierter Frontkamera deutlich größer. Die P30-Serie verzichtet also auf die aufwendige 3D-Gesichtserkennung. Der nur beim Pro-Modell seitlich leicht abgerundete Touchscreen nimmt fast die komplette Frontseite ein. Beim P30 Pro ist ein 6,47 Zoll großes OLED-Panel mit einer Auflösung von 2.340 x 1.080 Pixel verbaut. Das mit 6,1 Zoll ebenfalls sehr große P30 vertraut auf die selbe Auflösung, verzichtet aber auf die abgerundeten Seiten. Beim Speicher gibt es ebenfalls Unterschiede. Das P30 Pro verfügt über 8 GB RAM und bis zu 256 GB ROM, beim normalen P30 sind es 6 GB RAM und 128 GB ROM. Als Antrieb kommt bei beiden Smartphones der aus dem Mate 20 und Mate X bekannte Achtkernprozessor Kirin 960 inklusive eigenen KI-Chips zum Einsatz. Der 3.650 mAh bzw. 4.200 mAh große Akku kann mit bis zu 40 Watt aufgeladen werden. Auch eine kabellose Schnellladefunktion ist mit an Bord. Während beide Smartphones über eine IP68-Zertifizierung (staub- und wasserfest) verfügen, gibt es einen normalen Kopfhöreranschluss (3,5mm-Klinke) nur beim normalen P30. Bluetooth 5.0, Gigabit-LTE, WLAN ac und NFC gelten bei beiden Geräten als gesetzt.

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P30 Pro Kamera mit „Time-of-Flight“-Sensor

Kameraausstattung

Wie eingangs erwähnt, steht für Huawei bei seinen Flaggschiffmodellen der P-Serie die Kamera ganz klar im Mittelpunkt. Vorne setzen das P30 und P30 Pro laut Winfuture auf eine 32 MP Selfie-Kamera, die auch FullHD-Videos aufnehmen kann. Zudem gibt es zahlreiche Zusatzfeatures für Selfies oder Panoramaaufnahmen. Absolutes Highlight soll jedoch die Hauptkamera auf der Rückseite darstellen. Diese soll für Huawei wieder den ersten Platz im renommierten DxOMark-Ranking zurückerobern, bei dem derzeit das Samsung  Galaxy S10+  den Spitzenplatz einnimmt. Huawei setzt bei beiden Modellen auf eine Triple-Kamera, die wieder gemeinsam mit Leica entwickelt wurde. Beim Setup gibt es jedoch Unterschiede. Der Hauptsensor löst jeweils mit 40 MP auf. Beim P30 Pro sind jedoch zusätzlich eine optische Bildstabilisierung sowie eine größere Blende (f/1.6 statt f/1.8) mit dabei. Das verbaute Teleobjektiv verfügt über 8 MP. Beim P30 Pro bietet es einen zehnfachen Hybrid-Zoom, während beim normalen P30 „nur“ ein fünffacher Hybrid-Zoom verbaut ist. Damit kommt es aber immer noch auf den Wert des P20 Pro. Beim Weitwinkelsensor punktet das P30 Pro mit einer 20 MP Auflösung sowie f/2.2-Blende, beim P30 sind es 16 MP und ebenfalls f/2.2-Blende. Umfangreiche KI-Funktionen, Dual-LED-Blitz, Laser-Autofokus und 4K-Videos bieten beide Modelle. Das P30 Pro verfügt zusätzlich über einen sogenannten „Time-of-Flight“-Sensor. Dieser soll u.a. sogar Tiefeninformationen für Augmented-Reality-Funktionen und Bokeh-Effekte erfassen.

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P30 mit 6,1 Zoll Display

Preise

Als Betriebssystem kommt bei der neuen P30-Serie Android 9 „Pie“ zum Einsatz. Später wird es ein Update auf  Android 10 „Q“  geben. Darüber liegt stets Huaweis eigene Benutzeroberfläche EMUI. Das normale P30 wird nur mit 128 GB Speicher in den Farben Schwarz, Weiß, Blau verkauft. Beim P30 Pro bieten die Chinesen zwei Speichervarianten (128 oder 256 GB) und vier Farben (Schwarz, Weiß, Blau und Orange) an. Das P30 soll 749  Euro kosten, für das günstigste P30 Pro werden 999 Euro fällig (256 GB: 1099 Euro). Das ebenfalls erwartete P30 Lite muss auf viele Premium-Features verzichten, soll dafür aber auch nur 369 Euro kosten.

>>>Nachlesen:  Huawei P20 (Pro) ist totaler Bestseller

>>>Nachlesen:  Faltbares Huawei Mate X im Check

Diashow: Huawei Mate X im Kurzcheck

Zusammengeklappt beträgt die Displaydiagonale auf der Rückseite 6,6 Zoll. Will man das Mate X aufklappen,...

...muss man einen kleinen Entsperrknopf drücken. Dann kann man es einfach...

...auseindanderfalten. Und schon hat man ein 8 Zoll großes Tablet. Dreht man das innovative Gerät im...

...zusammengeklappten Zustand um, verfügt es über ein 6 Zoll großes Display. Auf der linken Seite befindet sich eine kleine Leiste. Hier ist neben dem Entsperrknopf auch die Kamera integriert. Bei...

...dieser schöpft Huawei ebenfalls aus dem Vollen. Die drei Linsen bieten 12 MP (Hauptkamera), 16 MP (Weitwinkel) und 12 MP (Teleobjektiv). Die Qualität der Fotos kann sich sehen lassen.

Die Seitenleiste ist etwas dicker als das Display. Deshalb kann man sie wie bei einem E-Book-Reader als praktischen Haltegriff verwenden. Ein Vorteil...

...des Tablet-Modus ist die größere Tastatur, auf der man deutlich schneller tippen kann. Die Befehlseingabe erfolgt blitzschnell, Apps öffnen anstandslos und auch beim Wechsel vom Smartphone- in den Tablet-Modus läuft alles flüssig. Und dass, obwohl die Software noch nicht ganz fertig ist

Ebenfalls praktisch: Öffnet man im Smartphone-Modus eine App, wie zum Beispiel Google Maps, erscheint diese...

...nach dem Auffalten automatisch auf dem großen Display. Hat man beispielsweise die Mail- und die Galerie-App nebeneinander geöffnet, kann man einfach ein Foto per Drag&Drop in eine neue Nachricht schieben und diese dann sofort verschicken. Mit einer Gesamtdicke von...

...11 Millimetern ist das Mate X dicker als normale Smartphones, aber noch immer absolut handlich. Aufgrund...

...der spektakulären Optik zieht das Gerät die Blicke auf sich. Die Ausstattung bietet alles, was der Smartphone-Markt derzeit zu...

...bieten hat. Der Fingerabdrucksensor sitzt im seitlichen Einschaltknopf, das..

...6,6 Zoll Display löst mit 2.480 x 1.148 Px auf. Dabei wird das flexible...

...Display von einem ganz speziellem "Plastiküberzug" geschützt, der sich beim Tippen (fast) wie echtes Glas anfühlt.

Die Auflösung des 8 Zoll Displays beträgt stolze 2.480 x 2.200 Pixel. Die Darstellungsqualität ist über jeden Zweifel erhaben. Als Prozessor kommt der aus dem Mate 20 Pro bekannte Kirin 980 zum Einsatz. Damit hat das Mate X auch alle KI-Funktionen mit an Bord. Darüber hinaus gibt es 8 GB RAM. Und der...

... üppige Speicher von 512 GB kann via Nanomemory-Card (gleich groß wie eine Nano-SIM-Karte) sogar erweitert werden. Ein weiteres Highlight ist die aus zwei Akkus bestehende 4.500 mAh Batterie (zwei Akkus), die mit 55 Watt aufgeladen werden kann.

Dank Multi-Modem werden 5G und der derzeit schnellste LTE-Standard unterstützt. Im 5G-Netz soll der Download eines 1 GB großen Films lediglich drei Sekunden dauern.

>>>Nachlesen:  Huawei Mate 20 Pro stürmt an Android-Spitze

Diashow: Huawei Mate 20 Pro im Test

Für ein 6,39 Zoll großes Smartphone fällt das Gehäuse erfreulich kompakt aus. Deshalb liegt das...

...Huawei Mate 20 Pro auch gut in der Hand. Eine einhändige Bedienung gelingt aber nur mit längeren Fingern problemlos.

Die Rückseite ist mit ihrer zentral angeordneten Triple-Cam im Quadratlook ein echter Hingucker.

An der Verarbeitungs- und Materialqualität gibt es nichts Auszusetzen. Auf einen 3,5mm-Klinkenanschluss verzichtet Huawei (leider). Ein passender Adapter und ein USB-C-Headset sind im Lieferumfang jedoch enthalten.

Die wenigen manuellen Tasten (Lautstärkeregler und Ein-/Ausschalttaste) sind in der rechten Gehäuseseite installiert.

Vorne und seitlich erinnert das neue Flaggschiff optisch stark an das Samsung Galaxy S9+ (rechts). Dafür sind vor allem...

das abgerundete Display und die hochwertige Materialbeschaffenheit - Metallrahmen plus Vorder- und Rückseite aus Glas - verantwortlich. Erst...

...bei aktiviertem Display werden die Unterschiede sofort erkennbar. Das Mate 20 Pro (links) verfügt nämlich über eine sehr breite Notch, die wiederum an das iPhone XS erinnert.

Hinten gibt es aufgrund der komplett unterschiedlichen Kameraanordnung ohnehin keine Verwechslungsgefahr.

Das AMOLED Fullview Display mit 2K+ Auflösung überzeugt auf ganzer Linie. Texte werden sehr klar dargestellt, die Farbwiedergabe wirkt sehr natürlich und dank der hohen Helligkeit bleibt das Mate 20 Pro auch bei direkter Sonneneinstrahlung ablesbar.

Eines der Ausstattungshighlights ist die optimierte Leica Triple-Kamera (40 MP + 20 MP + 8 MP). Im Vergleich mit der Konkurrenz sticht hier vor allem die...

...völlig neue Superweitwinkellinse (20 MP) hervor. Hier kann man ganz einfach zwischen 0,6-, 1-,3- und 5-fach Zoom wechseln. Wie unser Vergleich zeigt kann man im...

...Superweitwinkelmodus (0,6) tatsächlich extreme Motive einfangen. Unglaublich, welche Blickwinkel das Smartphone dabei ermöglicht.

Auch ansonsten sind die Foto- und Videoqualität wirklich sehr gut. Für Aufnahmen in der Dunkelheit gibt es einen speziellen Nachtmodus. Auch ansonsten wird der Nutzer dank künstlicher Intelligenz in so gut wie allen Situationen unterstützt.

Der Hauptgrund für die extrem breite Notch, ist das Huawei erstmals auf eine 3D-Gesichtsentsperrung setzt. Die Einrichtung dauert zwar einige Minuten, danach funktioniert die aufwendige Technologie, die Apple erstmals beim iPhone X einführte, aber bestens.

Eine andere biometrische Funktion gibt es beim US-Rivalen hingegen nicht. Huawei hat es nämlich geschafft, den Fingerabdrucksensor direkt ins Display zu integrieren. Dabei muss man...

...nur etwas fester auf eine vordefinierte Stelle (mittig auf der unteren Display-Hälfte) drücken. Praktisch: Wenn man das Smartphone anhebt, wird der Fingerabdrucksensor am weiterhin deaktivertem Display eingeblendet.

Alles in allem ist das Mate 20 Pro das derzeit wohl kompletteste Android-Smartphone. Deshalb ist auch der nicht gerade günstige Preis von 999 Euro absolut gerechtfertigt.



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