Neue Smartphones

Nokia stellt Oro und N8 pink vor

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Finnen verlieren gegen Smartphone-Konkurrenz aber weiter an Boden.

Der Handy-Hersteller Nokia bringt zwei "neue" Smartphones auf den Markt. Beim "Oro" handelt es sich um ein limitiertes Premium Touch-Smartphone, das ab Mitte August in Österreich erhältlich sein wird. Das N8 ist zwar schon einige Zeit auf dem Markt, ab sofort aber auch in der Trendfarbe Pink erhältlich.

Oro
Das Oro trumpft mit Leder, Gold (18 Karat), Saphir (Menü-Button), einer 8-Megapixel-Kamera und einem 3,5 Zoll (8,9 cm) großen AMOLED-Display aus kratzfestem Glas auf. Ein interner Speicher von 8 GB, Speichererweiterung über microSD-Speicherkarten um bis zu 32 GB, A-GPS, Kompass und Beschleunigungssensor runden die Ausstattung ab. Auch das Zubehör des ist ziemlich luxuriös. Teil des Oro Sales Packages ist eine 18 Karat Gold-Edition des Nokia J Bluetooth Headsets. Dass der Einsatz dieser Materialien nicht ganz billig sit, dürfte klar sein. Das Gerät kostet stolze 1.149 Euro.

N8 pink
Wer es bei seinem Smartphone knalliger mag, könnte mit dem N8 pink glücklich werden. An der sonstigen Ausstattung (16 GB Speicher, microSD-Kartenslot, Beschleunigungssensor, A-GPS, Kompass, etc.) ändert sich nichts.  Highlight ist nach wie vor die 12-Megapixel-Kamera mit Carl Zeiss-Optik und Xenon-Blitzlicht, mit der auch Videos in HD-Qualität aufgenommen werden können. Letztere lassen sich dank der integrierten HDMI-Schnittstelle problemlos auf größere Displays übertragen. Das N8 pink gibt es ohne Vertrag um 459 Euro.

Symbian Anna
Beide Smartphones werden (wie das X7 ) mit " Symbian Anna " ausgeliefert. Das aktuellste Symbian Update bringt, wie berichtet, neben optischen Anpassungen mit neu gestalteten Icons auch weitere Änderungen für die Nutzer: So bleibt etwa durch den so genannten Split View bei der Texteingabe neben der Tastatur auch immer die Anwendung an sich sichtbar und die QWERTZ-Tastatur ist im Portrait-Modus verfügbar. Zudem ist beim Surfen am Smartphone der Browser schneller und die Webadresse bleibt in einer Leiste immer sichtbar.
 

Hiobsbotschaften
Für Nokia gibt es in diesen Tagen aber auch wieder neue Hiobsbotschaften. So verliert der Konzern rasant an Boden am Mobilfunk-Markt. Im zweiten Quartal sei der Marktanteil der Finnen nur noch bei 22,8 Prozent gelegen, berichtete das Marktforschungsunternehmen Gartner am Donnerstag. Im früheren Jahren kamen noch bis zu 40 Prozent aller Handys weltweit von Nokia. Der Schlüssel zum aktuellen Niedergang von Nokia ist der Vormarsch der Smartphones genannten Computer-Handys, bei denen der langjährige Weltmarktführer den Anschluss an Rivalen wie Apple oder Google verloren hat.

Der Smartphone-Absatz schoss im Jahresvergleich um 74 Prozent auf knapp 108 Millionen Geräte hoch, wie Gartner errechnete. Damit sei bereits jedes vierte aktuell ausgelieferte Handy ein Smartphone. Vor einem Jahr lag dieser Anteil erst bei 17 Prozent.

Der Wettbewerb auf dem Smartphone-Markt ist mehr ein Kampf von Plattformen als von einzelnen Herstellern. Die Spitzenposition erklomm das Google-Betriebssystem Android, das von verschiedenen Herstellern genutzt wird. Laut Gartner hat Android inzwischen einen Marktanteil von 43,4 Prozent - nach nur 17,2 Prozent vor einem Jahr.

Nokias Symbian-System brach in dieser Zeit von 40,9 auf 22,1 Prozent ein. Der Konzern beschloss im Februar, vor allem auf Microsofts Betriebssystem Windows zu setzen, erste Geräte aus dieser Partnerschaft könnten nicht vor Ende des Jahres auf den Markt kommen. Smarpthones mit Microsofts Betriebssystemen fielen indes laut Gartner zuletzt auf einen Marktanteil von 1,6 Prozent zurück, nach 4,9 Prozent vor einem Jahr.

Ein klarer Gewinner ist Apple mit seinem iPhone . Der Konzern kontrolliert nicht nur das dazugehörige Betriebssystem iOS, sondern ist auch der einzige Gerätehersteller für diese Plattform. Mit dem hochpreisigen iPhone fährt Apple Milliarden-Gewinne ein. Im Smartphone-Markt stieg der Anteil von iOS von 14,1 auf 18,2 Prozent. In der Gartner-Rangliste der Handy-Hersteller steht Apple auf Platz vier mit einem Marktanteil von 4,6 Prozent nach nur 2,4 Prozent vor einem Jahr.

Zweitgrößter Handy-Produzent der Welt blieb Samsung mit einem Marktanteil von 16,3 Prozent, gefolgt von LG mit 5,7 Prozent. Beide südkoreanischen Unternehmen verloren dabei etwas an Gewicht. Dagegen rückte der taiwanesische Hersteller HTC von 1,6 auf 2,6 Prozent vor.

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