HP-Chef Apotheker steht vor dem Rauswurf

Nach Totalumbau

HP-Chef Apotheker steht vor dem Rauswurf

Anscheinend ist das Management von der neuen Strategie nicht überzeugt.

Die Zeit für den aus Deutschland stammenden HP-Chef Leo Apotheker (Bild oben) scheint abgelaufen: Nach nicht mal einem Jahr an der Spitze des amerikanischen Computerprimus erwägt der Verwaltungsrat laut übereinstimmenden US-Medienberichte vom Mittwoch (Ortszeit), Apotheker vor die Tür zu setzen. Seinen Posten könnte demnach die ehemalige eBay-Chefin Meg Whitman bekommen.

Auf das falsche Pferd gesetzt?
Apotheker hatte das Ruder von Mark Hurd übernommen, nachdem dieser wegen einer undurchsichtigen Affäre zu einer externen Mitarbeiterin gehen musste. Der ehemalige SAP-Chef kündigte Mitte August an, HP mehr in Richtung Dienstleistungen auszurichten und das Kerngeschäft mit PC abzustoßen oder auszugliedern. Außerdem stellte er die Produktion des erst wenige Wochen zuvor vorgestellten Tablet-Computer HP TouchPad wieder ein . Der Aktienkurs von HP sackte nach dem von Apotheker verkündeten Richtungswechsel um über 20 Prozent ab.

Aktienkurs auf Höhenflug
Die Aktionäre von Hewlett-Packard brachen ob der Nachricht in Freudengeheul aus. Der Kurs sprang um 4 Prozent nach oben, als die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg und das Technologieblog "All Things Digital" unter Berufung auf eingeweihte Personen über den sich anbahnenden Personalwechsel berichteten. HP selbst äußerte sich zunächst nicht. Auch Whitman war nicht zu erreichen.

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