Apple Watch spaltet die Fan-Gemeinde

Stylisch oder unsexy?

Apple Watch spaltet die Fan-Gemeinde

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Auch Experten aus dem Lifestyle-Sektor haben unterschiedliche Meinungen.

Apples erste Smartwatch, die Apple Watch , spaltet die Fan-Gemeinde und die Mode-Branche gleichermaßen. Den einen Experten ist die Computer-Armbanduhr zu männlich und zu unsexy, andere preisen ihr schlichtes und klares Design. Zwar gilt das Unternehmen aus dem Silicon Valley schon seit langem als Trendsetter für angesagte Hightechprodukte, doch wagt es sich nun erstmals in die glitzernde Lifestyle-Welt. Auch die Apple-Fans sind sich uneinig. In zahlreichen Foren wird über die Uhr geschwärmt, aber auch gelästert. Einige finden sie hübsch und typisch Apple, andere halten das Design für altbacken und einfallslos.

Fotos von der neuen Apple Watch

Der iPhone-Konzern will bei seiner Smartwatch mit einer durchdachten Bedienung und Liebe zum Detail punkten. Dabei wurden auch renommierte Designer klassischer Uhren zu Rate gezogen.

Sie kamen zusammen mit Apples Designchef Jony Ive auf die verblüffend einfache Idee, die Krone der Uhr zum zentralen Bedienelement zu machen.

Der Bildschirm der Uhr ist allerdings auch berührungsempfindlich und reagiert auf Tipp- und Streichbewegungen der Finger.

Mit der neuartigen Bedienoberfläche wird klar: Das ist kein geschrumpftes iPhone, sondern ein ganz eigenständiges Gerät.

Die Uhr soll es in mehreren Größen geben, sie hat einen quadratischen Bildschirm mit abgerundeten Ecken.

In die Steuerung ist der typische Drehknopf an der Seite eingebunden. Er dient zur Navigation auf dem Bildschirm und übernimmt auch die Rolle des iPhone-typischen Home-Buttons.

In einer Version ist das Gehäuse vergoldet.

Dank NFC-Chip unterstützt die Uhr auch den neuen Bezahldienst "Apple Pay".



Die Kalifornier luden diesmal auch vermehrt Journalisten aus dem Glamour-Metier zu ihrer jährlichen Neuheiten-Präsentation ein, bei der Konzern-Chef Tim Cook - mit gewohnter Dramaturgie - nicht nur zwei neue iPhone-Modelle sondern auch die seit langem mit Spannung erwartete Apple Watch vorstellte.

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Überzeugungsarbeit notwendig
Anders als bei vielen seiner langjährigen Fans muss Apple mit der Smartuhr aber noch Überzeugungsarbeit leisten. "Sie ist nicht schön", sagte etwa Modedirektorin Roseanne Morrison von der Beraterfirma Doneger. "Sie ist eher futuristisch als weiblich sexy." Dies bemängelte auch Eric Wilson vom "InStyle Magazine". Mit Ausnahme der farbigen und goldenen Variante sei es eine sehr männliche Uhr. "Die Apple Watch wird sicher als Statussymbol getragen." Was die Individualität und Flexibilität angeht, sei sie aber eher gewöhnlich.

Zwar versprechen sich viele Technologieunternehmen wie auch Erzrivale Samsung von der Apple Watch einen Schub für das noch junge Geschäft mit sogenannten "Wearables". Und auch auf der New York Fashion Week waren diese mit Elektronik vollgestopften Armbänder und andere digitale Schmuckstücke das Thema Nummer ein. Doch der Chef des Herstellers Misfit Wearables tut sich mit der Apple-Uhr ebenfalls noch schwer, die auch als Halsband oder Brosche getragen werden kann. Sonny Vu vermutet, dass vor allem weibliche Modefans vor einem Kauf zurückschrecken könnten, weil sie um ihre nahtlose Bräune an Hals oder Armen fürchteten und an mehr emotionalen Produkten interessiert seien.



Andere Experten wie Alexandra Shulman von der Modezeitschrift "British Vogue" waren dagegen ganz aus dem Häuschen. "Die Kombination aus Funktion und Design ist makellos", sagte sie. Auch Jenna Blaha vom Magazin "Marie Claire" zeigte sich beeindruckt. Doch für viele Branchenkenner steht das Wearables-Geschäft mit ganz anderen Innovationstreibern als Apple erst noch in den Startlöchern. So bringt der Smartschmuck-Hersteller Ringly einen Ring auf den Markt, der über Bluetooth mit dem Smartphone verbunden ist und etwa über eingehende Nachrichten informiert. Die Wearables-Welt sei in Bewegung, sagte "Marie-Claire"-Reporterin Lea Goldman bei der Apple-Präsentation in Cupertino. "Das ist erst der Anfang."

Fotos vom neuen iPhone 6

Das iPhone 6 (links) verfügt über ein 4,7-Zoll Retina HD Display mit einer Auflösung von 1334 x 750 Pixeln und bietet damit 38 Prozent mehr Betrachtungsfläche als iPhone 5s.

Das iPhone 6 Plus (rechts) verfügt über ein 5,5-Zoll Retina HD Display mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln und bietet 88 Prozent mehr Betrachtungsfläche und fast dreimal so viele Pixel wie iPhone 5s.

Beide Modelle werden von den von Apple entwickelten A8 Chip mit 64-Bit Desktoparchitektur der zweiten Generation angetrieben, der noch einmal deutlich schneller wurde.

Die iSight Kamera auf der Rückseite bietet 8 MP, vorne kommt eine FaceTime HD Kamera zum Einsatz. Beide wurden weiterentwickelt.

Beide Modelle werden mit iOS 8 ausgeliefert. Diese bietet u.a. neue Funktionen bei Nachrichten und Fotos, eine QuickType Tastatur, eine neue Health App, Familienfreigabe und iCloud Drive.

iPhone 6 und iPhone 6 Plus führen Apple Pay ein. Der Bezahldienst ermöglicht kontaktlose Bezahlen per Fingerprint - es ist nicht nötig das iPhone zu entsperren oder eine App zu starten.

Mit schnelleren LTE Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 150 MBit/s können iPhone 6- und iPhone 6 Plus-Nutzer schneller surfen.

Beide iPhones verfügen außerdem über WLAN AC mit Geschwindigkeiten von bis zu 433 MBit/s und Bluetooth 4.0.

Fotos: iPhone & iWatch Präsentation


 
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