einstein

"Einstein"

Programm für Rechner der US-Regierung

Neues Sicherheitsprojekt "Einstein" soll Regierungscomputer vor Angriffen schützen.

Ein neues Sicherheitsprojekt der US-Regierung soll Angriffe auf Regierungscomputer nicht nur aufspüren, sondern auch stoppen. Das Pilotprogramm, das unter dem Namen "Einstein 3" läuft, sollte eigentlich schon im Februar starten, derzeit arbeitet das Heimatschutzministerium aber immer noch an den Details der Umsetzung, wie aus Regierungskreisen verlautete.

"Einstein 3" hat aber schon jetzt in den USA zu einer lebhaften Debatte geführt, weil bei dem Programm auch Technik der Nationalen Sicherheitsbehörde (NSA) zum Einsatz kommen soll, die in den Netzwerken des Militärs eingesetzt wird. Und jede Beteiligung des größten Geheimdienstes der USA, der auch für das Sammeln von Informationen auf elektronischem Wege zuständig ist, beim Schutz des Computernetzes der USA beunruhigt sofort Bürgerrechtler und Datenschützer. Sie wollen vor allem eine Garantie dafür, dass die Überwachung nicht auf private Rechner ausgedehnt wird.

In US-Regierungskreisen versuchte man den Bedenken entgegen zu treten und erklärte, die Technik stamme zwar von der NSA, eingesetzt und betrieben werde sie aber vom Heimatschutzministerium. Die Überwachung beziehe sich zudem nur auf Regierungscomputer und den Datenverkehr von und zu diesen Rechnern. Die NSA werde nur technische Hilfe leisten, erklärte Heimatschutzministerin Janet Napolitano.

"Einstein 1" ist das Computer-Sicherheitsprogramm, das derzeit vom Heimatschutzministerium eingesetzt wird. Es soll Eindringlinge automatisch aufspüren. "Einstein 2" ist eine Weiterentwicklung, die in den fünf Ministerien eingesetzt wird, die als besonders gefährdet eingestuft werden, wie es hieß. "Einstein 3" soll noch einen Schritt weiter gehen und Angriffe nicht nur entdecken, sondern sie auch stoppen und verhindern, dass Viren und auch Spionageprogramme auf Regierungsrechner gelangen und Daten gestohlen werden.



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