Neue WhatsApp-Regeln: Das müssen Nutzer jetzt wissen

Fragen und Antworten

Neue WhatsApp-Regeln: Das müssen Nutzer jetzt wissen

Neue Datenschutzrichtline startet - Was bedeutet sie? Was passiert, wenn man nicht zustimmt? 

Am Samstag, den 15. Mai ist es also soweit: die neue Datenschutzrichtlinie von WhatsApp tritt endgültig in Kraft. Diese hatte der Messenger-Dienst im Jänner angekündigt - und damit einen weltweiten Aufschrei ausgelöst, weswegen WhatsApp das Inkrafttreten vom 8. Februar auf Mitte Mai verschob. Dennoch haben sich in den letzten Wochen  zahlreiche Nutzer von WhatsApp verabschiedet  und sind auf Alternativen wie Signal, Telegram oder Threema umgestiegen. Doch was bedeuten die neuen Regeln eigentlich? Und was passiert, wenn man nicht zustimmt?  Wir geben einen Überblick.

Was bedeuten die neuen Regeln für die Nutzer?

Laut WhatsApp halten sich die Änderungen für europäische Nutzer in Grenzen. Denn dank der Datenschutzgrundverordnung sei ohnehin geregelt, welche Daten der Messenger-Dienst mit seinem Mutterkonzern Facebook teilen dürfe. Bei den Änderungen gehe es vor allem darum, bessere Möglichkeiten für Kommunikation mit Unternehmen zu schaffen. An der sogenannten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, mit der Chat-Inhalte nur für die teilnehmenden Nutzer, aber nicht einmal für WhatsApp selbst im Klartext sichtbar sind, werde nicht gerüttelt. Es sei auch keine erweiterte Datenweiterleitung an Facebook vorgesehen. Außerhalb der EU fließen einige WhatsApp-Nutzerdaten an Facebook zu Werbezwecken oder zur Verbesserung von Produkten - allerdings bereits seit dem Jahr 2016.

Firmen können mit Nutzern kommunizieren

Zugleich betonte WhatsApp selbst, dass der Nachrichtenaustausch mit Unternehmen anders gestaltet sei als mit Familie oder Freunden. "Wenn du mit einem Unternehmen über Telefon, E-Mail oder WhatsApp kommunizierst, kann es die Informationen aus diesen Interaktionen mit dir für eigene Marketingzwecke verwenden. Dies kann auch Werbung auf Facebook einschließen", heißt es in einer Erläuterung. Unternehmen haben auch die Möglichkeit, Hosting-Dienste von Facebook zu verwenden, um WhatsApp-Chats mit ihren Kunden zu verwalten, Fragen zu beantworten und Informationen wie Kaufbelege zu senden. Für diesen Fall werde es eine eindeutige Kennzeichnung geben. WhatsApp wird künftig von den Firmen wohl Geld für den direkten Austausch mit den Nutzern verlangen. Damit kann Facebook mit dem um rund 22 Milliarden Dollar gekauften Messenger-Dienst "endlich" Geld verdienen.

Das passiert, wenn man bei WhatsApp nicht zustimmt

Was passiert, wenn man der neuen Datenschutzrichtlinie nicht zustimmt, zeigt ein Blick in die Fragen&Antworten-Seite (Link unten). Diese wurde pünktlich zum Start der neuen Datenschutzrichtlinie aktualisiert. Hier hat WhatsApp noch einmal alle Auswirkungen und Konsequenzen zusammengefasst. Konkret sieht die Sache so aus:

  • Stimmt man den Änderungen bis zum 15. Mai nicht zu, wird die zweiseitige Erinnerung (Screenshots unten) bei jedem Start der App erneut angezeigt.
     
  • Nach einigen Wochen kann man die Meldung nicht mehr wegklicken - sie bleibt permanent. Somit können die Nutzer nicht mehr auf ihre Chatliste zugreifen.
     
  • Wer die WhatsApp-Benachrichtigungen aktiviert hat, kann darauf tippen, und so die Nachrichten zumindest lesen oder beantworten. Außerdem können die Nutzer so auch verpasste Sprach- oder Videoanrufe zurückrufen.

    © WhatsApp
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  • Stimmt man trotz diesen Einschränkungen nicht zu, werden nach ein paar Wochen auch keine Anrufe oder Benachrichtigungen mehr am Smartphone angezeigt. Dann kann man auf die Nachrichten und Anrufe natürlich auch nicht mehr antworten.
     
  • Laut WhatsApp wird der Account jedoch nicht gelöscht, wenn man die Änderungen nicht akzeptiert. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Denn die allgemeine Richtlinie für inaktive Benutzer gilt auch weiterhin. Und in dieser heißt es, dass inaktive Konten nach 120 Tagen gelöscht werden.

Hinweis und Erklärung auf zwei Seiten 

Mit dieser zweiseitigen Meldung erinnert WhatsApp die Nutzer, die noch nicht zugestimmt haben, beim Öffnen der App. Darin werden auch noch einmal die wichtigsten Punkte angezeigt. Auch hier betont der Messenger-Dienst, dass die Inhalte der Chats völlig sicher seien. Konkret heißt es auf der ersten Seit wie folgt:

DATENSCHUTZRICHTLINIE

Vor dem Lesen möchten wir ein paar Dinge erklären.

Wir können deine persönlichen Nachrichten nicht lesen bzw. anhören, da sie immer Ende-zu Ende-verschlüsselt sind. Dies wird sich auch in Zukunft nicht ändern.

Wir machen es einfacher, mit Unternehmen zu chatten, um Fragen zu stellen und schnelle Antworten zu erhalten. Das Chatten mit Unternehmen ist optional.

Es liegt in unserer Verantwortung zu erklären, was wir ändern. Darum bieten wir hier mehr Informationen. 

© Screenshot: WhatsApp
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Auf der zweiten Seite ist Folgendes zu lesen:

Wir ändern nichts an der Privatsphäre hinsichtlich deiner persönlichen Chats.

Diese Aktualisierung erweitert unsere Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinie um zusätzliche Informationen beispielsweise dazu, wie du mit Unternehmen chatten kannst, wenn du das möchtest. Darunter:

Wie Unternehmen ihre Chats verwalten können, indem sie Facebook-Tools benutzen - Chats mit diesen Unternehmen sind optional und in der App eindeutig gekennzeichnet

Mehr Informationen darüber, wie WhatsApp funktioniert, unter anderem dazu, wie wir Daten verarbeiten und deinen Account schützen

Die Nutzungsbedingungen sind ab 15. Mai 2021 gültig. Bitte stimme diesen Bedingungen zu, um WhatsApp nach diesem Datum weiterhin nutzen zu können. Weitere Informationen zu deinem Account erhältst du hier. In unserer

Datenschutzrichtlinie erfährst du mehr darüber, wie wir deine Daten verarbeiten. 

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Externer Link

Aktualisierte Fragen&Antworten-Seite von WhatsApp



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