Warnung: So wird mit Bitcoin-Bons betrogen

AK NÖ & LKA warnen

Warnung: So wird mit Bitcoin-Bons betrogen

Täter geben sich als Mitarbeiter von Vertriebsfirma aus und locken Angestellten Codes heraus.

Die AK Niederösterreich und das Landeskriminalamt haben am Freitag vor Betrug mit Bitcoin-Bons gewarnt. Einer Angestellten einer Trafik aus dem Bezirk Bruck an der Leitha wurden Codes im Wert von 1.500 Euro herausgelockt. Anrufer geben sich als Mitarbeiter einer Firma aus, die Bons der Kryptowährung vertreibt. Laut LKA gab es zuletzt mehrere derartige Betrugsversuche in Trafiken im Bundesland.

"Keinesfalls sollten Daten an Unbekannte per Telefon weitergegeben werden", sagte AK Niederösterreich-Präsident Markus Wieser in einer Aussendung. Eine Anruferin stellte sich bei der Mitarbeiterin der Trafik mit den Worten "Hallo, wir sind von der Firma Evita" vor. Das Unternehmen stellt laut Aussendung jene Automaten auf, an denen in zahlreichen Trafiken Bitcoin-Bons erhältlich sind. Die Betrügerin täuschte vor, dass der Vertrieb der Bons wegen niedriger Verkaufszahlen eingestellt werde.

Anrufe über Call Center

Die unbekannte Anruferin brachte die Angestellte dazu, mehrere Bons im Wert der maximal möglichen Summe von 250 Euro auszudrucken. Dann sollte die Mitarbeiterin die Codes auf den Bons vorlesen - angeblich, damit man überprüfen könne, ob alles funktioniert. Mit den Codes kann man im Internet Bitcoins einlösen und den Betrag überweisen.

Die Verantwortlichen ausfindig zu machen, sei so gut wie unmöglich, wurde in der Aussendung mitgeteilt. Die Anrufe würden über Call Center in der Türkei abgewickelt, die Rufnummern seien nicht rückverfolgbar. AK-Präsident Wieser riet zur Vorsicht: "Wenn jemand anruft und nach den Codes für Bitcoins oder Paysafe-Karten fragt, geschieht das in betrügerischer Absicht. Die tatsächlichen Anbieter würden nie so vorgehen." Im Zweifelsfall sollte man sich an die Polizei wenden.



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