Spannende Facts zur Filmtrophäe

Oscar-Verleihung

Spannende Facts zur Filmtrophäe

Knapp vier Kilogramm schwer - Österreich bisher mit 116 Nominierungen.

34,2 Zentimeter hoch, knapp vier Kilo schwer, rund 300 Dollar (221 Euro) Materialwert: Das sind die Eckdaten einer der begehrtesten Statuen der Welt - des Oscars . Entworfen wurde der sich auf ein Schwert stützende Ritter aus einer mit Gold überzogenen Kupfer-Zinn-Legierung von Cedric Gibbons, Leiter des Art Departments bei MGM. Bisher sind 2.701 der Awards vergeben worden, wobei die Produktion von 50 Statuetten drei bis vier Wochen Zeit in Anspruch nimmt. Die wichtigsten und die unwichtigen Fakten zur bedeutendsten Filmtrophäe der Welt:

Der Name
Der verbreitetste Entstehungsmythos ist, dass die Academy -Bibliothekarin und spätere Direktorin Margaret Herrick meinte, die Statue sehe ihrem Onkel Oscar ähnlich. Die Academy verwendete den Spitznamen jedenfalls 1939 zum ersten Mal offiziell.

Academy of Motion Picture Arts and Sciences
Gegründet am 11. Mai 1927 mit 36 Gründungsmitgliedern auf Initiative des MGM-Bosses Louis B. Mayer. Heute entscheiden rund 6.000 Mitglieder über den 1929 zum ersten Mal verliehenen Oscar.

Größte Gewinner
Den Rekord mit elf Oscars teilen sich "Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" (2003), "Titanic" (1997) und "Ben Hur" (1959).

Größte Verlierer
Für jeweils elf Oscars waren Steven Spielbergs "Die Farbe Lila" (1986) und Herbert Ross' "Am Wendepunkt" (1978) nominiert - und gingen beide vollkommen leer aus.

Gewinner aller Hauptkategorien
Nur drei Filme konnten bisher in allen fünf Hauptkategorien (Film, Regie, Drehbuch, Hauptdarsteller/-darstellerin) gewinnen: "Es geschah in einer Nacht" (1934), "Einer flog über das Kuckucksnest" (1975) und "Das Schweigen der Lämmer" (1991).

Jüngste Gewinner

Shirley Temple wurde mit sechs Jahren jüngste Gewinnerin eines Oscars - allerdings nur einer Jugendvariante. Jüngste Gewinnerin eines "regulären" Oscars war Tatum O'Neal mit zehn Jahren als beste Nebendarstellerin in "Paper Moon" (1973).

Älteste Gewinner
Im betagten Alter von 80 Jahren haben Jessica Tandy (Beste Hauptdarstellerin für "Miss Daisy und ihr Chauffeur", 1990) und George Burns (Bester Nebendarsteller in "The Sunny Boys", 1976) gewonnen.

Erster Regie-Oscar für eine Frau
Kathryn Bigelow erhielt 2010 für ihren Antikriegsfilm "The Hurt Locker - Tödliches Kommando" als erste Frau einen Oscar für die beste Regie.

Österreichische Gewinner

Insgesamt gab es für Österreichs Filmschaffende bisher 34 Auszeichnungen und 116 Nominierungen, darunter 2010 den Oscar für Christoph Waltz als bester Nebendarsteller und die Nominierungen für Regisseur Michael Haneke und Kameramann Christian Berger. Die größten Erfolge feierte der vor den Nazis geflohene Billy Wilder, der sechs Oscars gewann und 1988 auch mit dem Oscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Vor drei Jahren triumphierte Regisseur Stefan Ruzowitzky mit seinem KZ-Drama "Die Fälscher" als bestem nicht-englischsprachigen Film.

Nominierungskriterien

Um für einen Oscar nominiert zu werden, muss ein Film zwischen 1.Jänner und 31. Dezember des Jahres in Los Angeles County gegen Eintritt zumindest sieben Tage lang gezeigt worden sein. Dies trifft auch auf ausländische Filme zu, die sich deshalb theoretisch für jede andere Kategorie abseits der für den besten nicht englischsprachigen Film qualifizieren können.