Claus Peymann schmollt wegen Brecht

Premiere

Claus Peymann schmollt wegen Brecht

Zur heutigen Josefstadt-Premiere von Bert Brechts Judith von Shimoda reist auch das gesamte deutsche Feuilleton an. Denn immerhin handelt es sich dabei um eine Uraufführung, mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Tod des Star-Dramatikers.

Und immerhin ging der Premiere auch ein veritabler „Zoff“ voraus. Denn Claus Peymann behauptete, dass das Berliner Ensemble 1997 die Judith-Uraufführung brachte, was Josefstadt-Direktor Herbert Föttinger prompt richtigstellte: In Berlin kamen nur fünf Nachlass-Fragmente zur Aufführung, während man in der Josefstadt heute erstmals das ganze Stück präsentiert. Diese komplette Fassung der Judith von Shimoda wurde erst 2004 im Nachlass der finnischen Schriftstellerin und Brecht-Freundin Hella Wuolijoki entdeckt.

In der Titelrolle der couragierten Geisha feiert heute Mavie Hörbiger ihr Josefstadt-Debüt.

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