Tanzschul-Aufstand gegen ''Dancing Stars''

Rueff: Ärger über Ausnahme für ORF

Tanzschul-Aufstand gegen ''Dancing Stars''

Während im ORF die Promis über das Parkett fegen, liegen die Tanzschulen brach.

Jeden Freitag um 20.15 Uhr geben Promis und Profis im ORF-Ballroom bei den Dancing Stars ihr Bestes. Wenn man allerdings in die heimischen Tanzschulen schaut, ist die Situation eher traurig. Fast leere Säle schon vor dem Lockdown und jetzt bis Ende November geschlossen. Ein Zustand, der nicht nur Tanzbegeisterte ärgert, sondern auch die Besitzer der Tanzschulen. „Ich verstehe nicht, dass man uns komplett zusperrt“, so Tanzschul-Betreiberin Yvonne Rueff. „Es würde nichts ­gegen Privatstunden sprechen für ein Paar aus einem gemeinsamen Haushalt. Unsere Säle sind rund 100 qm groß“, ärgert sich die Profi-Tänzerin und Charity-Lady.

Yvonne Rueff ist über die Ausnahme für die ORF-Show sauer.

Wirbel um „Dancing Stars“

Eine Tatsache, die auch Tanzwillige stört. „Nach jeder Dancing Stars-Show bekommen wir Anrufe und ­E-Mails, in denen die Leute fragen, warum sie keine Privatstunden nehmen dürfen. Ich glaube, die Politik will sich mit dem Thema gar nicht genauer auseinandersetzen. Politiker denken nur ‚Tanzschulen – da sind viele Leute zusammen‘. Keiner denkt überhaupt an Privatunterricht“, so Rueff weiter.

„Alles weg.“

Und während am Freitag im ORF wieder getanzt wird, neigen sich die Ersparnisse der Tanzschule Rueff langsam, aber sicher dem Ende zu. „Wir bekommen durch die neue Regelung zwar 80 Prozent des Verdienstentgangs ersetzt, aber davor konnten wir mit Müh und Not gerade einmal unsere Fixkosten decken. Alles, was wir eigentlich für eine Renovierung der Tanzschule gespart hatten, ist jetzt weg“, seufzt Rueff. Man kann somit nur hoffen, dass auch dort bald wieder getanzt wird.