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AK-Maronitest: Alle Proben durchgefallen

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Faules und wurmiges Ergebnis. Extreme Preisschwankungen.

Schlechte Nachrichten für Maroni-Freunde hat die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich: Bei einem Test in Linz sind alle Proben durchgefallen. "Bei mehr als 50 Prozent der Anbieter waren weniger als 50 Prozent der Kastanien einwandfrei“, fasste Georg Rathwallner, Leiter der Konsumenteninformation, zusammen.

Die Konsumentenschützer kauften in neun Linzer Supermärkten und bei zwei Anbietern am Südbahnhofmarkt jeweils zwei Kilo Maroni mit Schale. Zunächst wurden sie dem Schwimmtest unterzogen. Dieser besagt, dass jene Kastanien, die nicht untergehen, auch nicht zum Verzehr geeignet sind. Hier fielen bei einigen Stichproben bereits 30 Prozent durch.

Magere Ausbeute

Dann wurden die Maroni geröstet und anschließend die wurmigen, schimmeligen, fauligen oder schwer schälbaren aussortiert. Übrig blieb oft nur eine magere Ausbeute: Der Anteil der einwandfreien Kastanien lag zwischen 79 und 34 Prozent. Das "Österreichische Lebensmittelbuch“ sieht für Maroni vor, dass maximal 20 Prozent schlecht sein dürfen. Dieses Kriterium wurde von keiner einzigen der elf Proben erfüllt.

Die Preise für die Maroni schwankten um mehr als 200 Prozent. Sie lagen zwischen 4,99 und 15,60 Euro pro Kilo. Die Herkunft der Ware wurde mit Italien bzw. Frankreich angegeben. Beim Geschmackstest schnitten jene Proben gut ab, die auch beim Qualitätstest im oberen Bereich rangierten. Die Edelkastanien wären grundsätzlich sehr gesund. Sie liefern reichlich Vitamine und Mineralstoffe, sind aber wesentlich fettärmer als Nüsse.

Mehr Infos: www.arbeiterkammer.at
 

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