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Christbaum-Knigge für eine stille Nacht

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Wegen Brandgefahr besser auf Kerzen und Sternspritzer verzichten.

Glitzernd, bunt und strahlend, so präsentiert sich der Christbaum am Heiligen Abend der ganzen Familie. Allerdings kann sich das Schmuckstück im Handumdrehen als gefährlicher Brandsatz für die eigenen vier Wände entpuppen. 20 Sekunden genügen, dass der gesamte Baum in Flammen steht, schon nach eineinhalb Minuten hat das Feuer auf die restliche Wohnung übergegriffen.

Feuerlöscher oder Kübel Wasser
In den zwei Wochen nach Weihnachten kommt es jährlich zu hunderten Bränden in österreichischen Haushalten - verglichen mit dem Rest des Jahres muss die Feuerwehr etwa viermal so oft ausrücken. Deshalb gehört ein Feuerlöscher, den man auch bedienen kann, oder zumindest ein Kübel Wasser genauso zur Vorbereitung des Festes wie das Essen und die Geschenke.

Kommt es doch zu einer bösen weihnachtlichen Überraschung, deckt eine Haushaltsversicherung die durch Feuer und Löschwasser entstandenen Schäden. Auch die Aufräumkosten werden ersetzt. Wird eine fremde Wohnung in Mitleidenschaft gezogen, braucht man eine Haftpflichtversicherung - diese versichert im Normalfall auch zündelnde Kinder. Schäden am Gebäude sind mit einer Eigenheim- oder Gebäudeversicherung abgedeckt. Nachlässigkeit dürfe man trotz Versicherung jedoch nicht walten lassen - denn wer zum Beispiel brennende Kerzen lange unbeaufsichtigt lässt, handelt fahrlässig und läuft Gefahr, dass die Versicherung aussteigt, warnt die Allianz.

Auf Abstand achten
Baum und Kerzen sollten mindestens 50 Zentimeter Abstand zu den Vorhängen haben. Offenes Feuer und Sternspritzer, die eine starke Hitze entwickeln, sollten eigentlich gar nicht verwendet werden. Vergleichsweise ungefährlich sind elektrische Lichterketten, die zwar nicht sehr romantisch sind, aber immer eingeschaltet bleiben können.

Adventkränze sind nach den vier Wochenenden bereits völlig dürr, die Kerzen meist sehr weit heruntergebrannt. Gleich wie die Christbäume, die in frischem Wasser stehen sollten, dürften sie niemals aus den Augen gelassen werden. Kinder sollten möglichst gut über die Gefahren offenen Feuers aufgeklärt werden.

Hier die wichtigsten Ratschläge:
- Den Weihnachtsbaum kurz vor dem Heiligen Abend kaufen und in einem Gefäß mit Wasser, nach Möglichkeit im Freien (Balkon) aufbewahren.
- Den Christbaum fest und sicher aufstellen, so dass er nicht umfallen kann.   
- Ein Christbaumständer mit Wasser lässt den Baum langsamer dürr werden. Dennoch trocknet jeder Baum täglich mehr aus und damit steigt die Gefahr, dass er Feuer fängt.
- Der Baum sollte möglichst weit weg von leicht brennbarem Material, wie zum Beispiel Vorhängen, aufgestellt werden.
- Werden echte Kerzen verwendet, so sollten diese nicht unter einem Ast angebracht sein. Ein Mindestabstand von 20 Zentimetern ist empfehlenswert.
- Geeignete Kerzenhalter und senkrechte Haltung der Kerzen sind notwendig.
- Lametta mindestens 20 cm von einer Kerze entfernt aufhängen. Auf Sternspritzer verzichten.
- Kerzen von oben nach unten und von hinten nach vorne anzünden, sonst besteht Gefahr, sich selbst anzuzünden. Brennende Kerzen immer beobachten, besser wären elektrische Kerzen.
- Löschmittel, Handfeuerlöscher oder einen Kübel mit Wasser griffbereit in der Nähe des Baumes aufstellen.
- Bei Brandausbruch sofort den Feuerwehr-Notruf 122 wählen und Türen und Fenster sofort schließen.
 

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