Springsteen: Das plant der Boss in Wien

Konzert des Jahres

Springsteen: Das plant der Boss in Wien

Er will alte Möbel, Schnitzel und ein Bier. Dazu: So läuft die Show.

Vom Stephansdom über Demel bis jüdischer Friedhof. Sein Wien-Debüt anno 1997 nützte Bruce Springsteen (62) zum 3-Tage-Sightseeing. Bei seinem letzten Österreich-Stop 2009 logierte er dann gleich vier Tage (!) lang im Imperial-Hotel und ging täglich ins John Harris Fitness-Studio. Auch rund um sein Rekord-Konzert vor 51.500 Fans morgen im Happel-Stadion hat Springsteen wieder im Imperial reserviert. Er jettet entweder noch heute Nacht knapp nach ein Uhr früh aus Prag kommend mit seinem Privat-Flieger in Schwechat ein oder er kommt schon vor dem Tschechien-Konzert nach Wien.

Hier schon mal zum Einstimmen die Single "Wrecking Ball"

Alte Möbel
Generell gibt sich der Boss in Wien allürenfrei: Hotel und Transport hat er sich gleich selbst gecheckt. Für seine Backstage-Garderobe im Stadion hat er bei den Veranstaltern LSK bloß die schon von ihm beim Berlin-Konzert (30. 5.) benützten Möbel geordert: eine große Couch und ein Sessel. Dazu kommen zwei Wiener Stehlampen. Außer Bier, Jack Daniels und einem Wiener Schnitzel gibt’s auch keine Catering-Sonderwünsche.

Ohne Frau in Wien
Sein Schnitzel speist Bruce in Wien übrigens alleine: Gattin Patti Scialfa ist gleich nach dem Paris-Konzert (5. 7.) wieder heim auf die Familien-Ranch in New Jersey gejettet. Springsteen: „Irgendwer muss ja daheim aufpassen, dass unsere Kinder nicht den Drogen verfallen ...“

Keiner rockt wie Springsteen
3 Stunden 24 Minuten Mega-Konzert, dazu drei Tour-Premieren (Don’t Look Back, Working on a Dream, If I Should Fall Behind) und ein unglaubliches Hit-Stakkato mit Born In The USA, Born To Run, Glory Days oder Dancing In The Dark als Zugabe. Mit dem grandiosen Zürich-Konzert am Montag hat sich Springsteen die Latte für Wien recht hoch gelegt.

Klassiker
Auf einer mit USA- und Landesfahne verzierten Mini-Bühne gab’s die Maxi-Show: wütende Wrecking Ball-Songs, Klassiker wie Badlands oder The River und witzige Deutsch-Ansagen: „Das ist ein Lied über Hallo und auf Wiedersehen“ (My City Of Ruins).

Sie wünschen, er spielt
Der Boss rockte in Zürich sprichwörtlich bis zum Umfallen: alleine die Zugaben dauerten eine Stunde! Dazu das große Wunsch-Programm: Wie immer schrieben Hunderte Fans ihre Song-Wünsche auf Pappschilder – der Boss kassierte vier davon ab und spielte sie dann! Auch in Wien wird er die Fans mitbestimmen lassen: „Je obskurer desto besser.“

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