EU-Veto kostet 500 Uni-Plätze

Quotenregelung

EU-Veto kostet 500 Uni-Plätze

Die von der EU bekämpfte Quotenregelung für das Medizinstudium, wonach 75 Prozent der Anfänger-Studienplätze für Inhaber österreichischer Reifezeugnisse reserviert sind, 20 Prozent für EU-Bürger und fünf Prozent für Nicht-EU-Bürger, mag umstritten sein. Eines ist aber klar: Sie hat gewirkt. Ohne Quote hätten zahlreiche Österreicher keinen Studienplatz gehabt, weil viele Bewerber vor allem aus Deutschland bessere Resultate bei den Aufnahmetests erzielt haben.

3.643 Personen traten zum Eignungs-Test an
Zum Eignungstest für das Medizin-Studium (EMS) im vergangenen Sommer traten in Wien und Innsbruck insgesamt 3.645 Personen an, davon kamen rund 51 Prozent aus Österreich. Ohne Quotenregelung - also nur unter Berücksichtigung der reinen Testergebnisse - wären nur 46 Prozent der 1.140 Anfänger-Studienplätze an Österreicher gegangen, das wären rund 525 Plätze. Durch die Quote beträgt der Österreicheranteil aber von vornherein 75 Prozent, also 855 Plätze. Die Quote "rettete" also etwa 330 Österreichern den Studienplatz.

Umgekehrt hätten auf Grund der Testergebnisse Bewerber aus dem EU-Ausland, darunter vor allem Deutsche, rund 52 Prozent der Plätze (mehr als 590) errungen. Auf Grund der Quote mussten sie sich aber mit 20 Prozent der Plätze (absolut: 228) zufrieden geben. Die Quotenregelung kostete die Studienwerber aus dem EU-Ausland also mehr als 350 Studienplätze.

Auswirkungen in Graz etwas gedämpfter
In Graz stellten sich 685 Personen einem eigenen Auswahlverfahren, darunter 425 aus Österreich (62 Prozent), 200 aus Deutschland (29 Prozent )und der Rest aus anderen Ländern (neun Prozent). Vergeben wurden insgesamt 160 Plätze. Bei den Tests schnitten Österreicher und Deutsche in etwa gleich gut ab. Durch die Quote gingen 75 Prozent der Plätze, also insgesamt 120, an Österreicher - ohne Quote wären es nur rund 60 Prozent, also etwa 95, gewesen. EU-Ausländer kamen nur auf 32 Studienplätze und fielen auf Grund der Quote um rund 15 Plätze um.

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