Frauentag

Weltfrauentag

4,5 Millionen: So leben Frauen in Österreich

Statistische Wahrheiten über den Großteil der Bevölkerung in Österreich.

Wien. Der größte heimische Event zum Frauentag fand am Freitag in der Hofburg statt. Bundespräsident Alexander Van der Bellen und First Lady Doris Schmidauer erinnerten in einer virtuellen Veranstaltung, dass dieser Tag „keine reine Frauensache ist, sondern beide Geschlechter angeht“.

Seit genau 110 Jahren findet am 8. März der Frauentag statt, Anlass für eine Bestandsaufnahme:

  • Überzahl. In Österreich leben 4.536.204 Frauen. Das sind genau 50,8 % der Bevölkerung. Aber: Im langjährigen Durchschnitt werden um etwa 5 % mehr Buben als Mädchen geboren. Das bedeutet: Im Alter bis 15 Jahre gibt es „nur“ 49 % Mädchen.
  • Frauen leben länger. Die Lebenserwartung beträgt 83,7 Jahre. Das sind um 5 Jahre mehr als bei Männern. Heuer sank wegen Corona die Lebenserwartung um etwa ein halbes Jahr.
  • Kinder. Mit knapp 30 Jahren bekommt eine Frau ihr erstes Kind. Das ist um 5 Jahre später als noch in den 1980er-Jahren. Eine heute 15-Jährige wird statistisch gesehen 1,46 Kinder auf die Welt bringen. Corona dämpfte auch die Geburtenzahl um 1,7 % im Vorjahr.
  • Hochzeit & Scheidung. Eine Braut ist im Schnitt 30,8 Jahre alt (Bräutigam 33). Die Hälfte der Ehen wird geschieden, im Schnitt nach 10 Jahren. Frauen sind dabei 42 Jahre alt. Schuld an der Trennung sind zu 10 % Frauen, 50 % Männer, 40 % beide oder keiner.
  • Bildung. Vorne liegen Frauen auf den Unis. 55 % der Studierenden sind weiblich.
  • Gesünder. Frauen essen häufiger täglich Obst (59 %) und Gemüse (55 %) als Männer (41 % und 39 %). Fleisch konsumieren Männer doppelt so oft. Aber: 18 % der Frauen rauchen täglich.
  • Verkehr. Das tut Männern weh: Frauen sind laut aktueller VCÖ-Studie viel sicherer im Verkehr. Dreimal so viele Männer sterben bei Unfällen. Lieblingsautos von Frauen sind VW Golf oder Polo (17 %), 3er BMW und Audi A3 (fahren jeweils 8 %).
  • Männerdomäne Heer. Noch liegt die Frauenquote im Bundesheer nur bei 4 %, aber die Zahl der Soldatinnen stieg von 364 (2010) auf 676 im Vorjahr.
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