Terrorismusexperte warnt

"Attentate auch bei uns möglich"

ÖSTERREICH: Wie hoch ist die Gefahr eines solchen Amoklaufes in Österreich?

Nicolas Stockhammer: Die Gefahr eines Amoklaufs ist in Österreich grundsätzlich gleich groß wie überall sonst. Derzeit scheinen die Grenzen zwischen Amok und Terror zu verschwinden, weshalb der Reflex, derartige Szenarien als Terrorakte zu bezeichnen, sehr ausgeprägt ist. Der Terrorismus ist in Mitteleuropa angekommen, dieser Gefahr muss man ins Auge sehen. Solche Attentate sind auch in Österreich möglich und kaum verhinderbar.

ÖSTERREICH: Wie schon in Würzburg wurde wieder ein männlicher Teenager zum Amokläufer. Ein reiner Zufall?

Stockhammer: Es gibt schon eine Häufung in diesem Segment der Attentäter. Junge Männer zwischen 16 und 35 Jahren sind sicherlich besonders empfänglich für Selbst-Radikalisierung und expressive Gewalt. Zudem sind sie die primäre Kernklientel des „Islamischen Staates“, obwohl in dem aktuellen Fall ein IS-Bezug unwahrscheinlich ist.

ÖSTERREICH: Wie könnte man solche Amokläufe verhindern?

Stockhammer: Man könnte beim Waffenerwerb restriktiver werden. Für die Zukunft halte ich es auch für wahrscheinlich, dass es Metall-Detektoren in Stadien und in Shoppingzentren geben wird. In Israel wurden damit gute Erfahrungen gemacht.

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