Bundesheer schließt Einsatz nach Unwettern ab

Graz:

Bundesheer schließt Einsatz nach Unwettern ab

Voraussichtlich am Dienstag - Pioniere errichteten u.a. sechs Brücken und räumten Wasserläufe von Verklausungen.

Der Assistenzeinsatz des Bundesheeres nach den Unwettern vor zwei Wochen im obersteirischen Oberwölz und angrenzenden Gemeinden geht voraussichtlich am Dienstag zu Ende, wie ein Heeressprecher am Wochenende mitteilte. Bis dahin sollen die letzten Baustellen und Arbeiten an den Schadstellen abgeschlossen sein. Am Mittwoch werden alle Soldaten in ihre Heimatgarnisonen in Kärnten und der Steiermark zurückkehren.

Hauptaufgaben waren der Brückenbau und das Räumen von Verklausungen. Seit 11. Juli haben die Pioniere sechs für den Fahrzeugverkehr erforderliche Brücken mit einer Länge von zwölf bis 20 Meter und einer Tragkraft von acht bis 60 Tonnen errichtet. Ganze Häusergruppen seien davor auf dem Landweg nicht mehr erreichbar gewesen, sagte der Sprecher des Militärkommandos Steiermark, Oberst Christian Fiedler. Deshalb sei auch als Sofortmaßnahme "eine hochmoderne Pionierbrücke 2000 des Heeres binnen weniger Stunden über den Wölzer Bach verlegt worden".

Zusätzlich bauten die Pioniere zwei Stege für Fußgänger mit einer Länge von 13 Metern und räumten zwölf Kilometer Bachläufe von Treibgut und Verklausungen. Zum Teil waren diese Arbeiten wegen steiler Uferböschungen nur durch umfassende Sicherheitsvorkehrungen für die Soldaten möglich. Das Pionierbataillon 1 aus Villach und der Baupionier- und Katastropheneinsatzzug des Militärkommandos Steiermark haben in 14 Einsatztagen rund 460 Meter Stahlträger mit einem Gesamtgewicht von etwa 70 Tonnen und rund 100 Kubikmeter Holz an den acht Brückenbaustellen verarbeitet. Die Arbeitsleistung aller Soldaten beläuft sich auf rund 24.000 Stunden.
 

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