Bus-Inferno: Anzeigen-Flut gegen Gaffer

Einsatz auf A21

Bus-Inferno: Anzeigen-Flut gegen Gaffer

Alle Insassen konnten entkommen. Polizei greift gegen Gaffer beinhart durch.

NÖ. Mittwoch um 6.30 Uhr bricht beim Knoten Steinhäusl ein Feuerinferno aus – und sorgt für schockierende Reaktionen und einen Gaffer-Skandal: Sensationsgeile Autofahrer fahren im Schneckentempo an dem brennenden Doppeldecker-Reisebus vorbei, filmen, schießen Fotos und verschärfen so die Situation auf der Wiener Außenring-Autobahn (A21) zwischen dem Knoten Steinhäusl und Alland massiv – sie behindern die Einsatzkräfte.

Aber die Behörden greifen – endlich – beinhart durch: „In Zusammenarbeit mit Asfinag und Polizei wurden die Gaffer aus dem Verkehr geholt und gleich vor Ort abgestraft“, berichtet Joachim Zagler, Einsatzleiter der Feuerwehr, gegenüber oe24.TV.

30 Anzeigen: Gaffer noch auf Autobahn bestraft

Strafe. Ganze 30 Anzeige kamen so zustande. Möglich ist das dank eines neuen Gesetzes: Bis zu 500 Euro Geldstrafe drohen, im Extremfall ist sogar Haft möglich. Anfang Juli wurde das im Nationalrat beschlossen.

Erst Anfang September gab es in Wien sogar die erste Festnahme, als ein Pärchen vor einem Nachtlokal am Gürtel einen Rettungseinsatz behinderte, trotz Aufforderung nicht Platz machen wollte.

Alle Insassen konnten der Feuer-Hölle entkommen

Brand. Der Brand auf der A21 ging wie durch ein Wunder glimpflich aus. „Glücklicherweise befanden sich nur drei Personen im Bus. Sie konnten ihn rechtzeitig verlassen“, berichtet Zagler. Das Feuer habe vom Motorraum aus auf den gesamten Bus und den Anhänger übergegriffen. Unter Atemschutz und mit Wärmebildkameras kämpften sechs Feuerwehren mit 50 Mann und zwölf Fahrzeugen gegen das Inferno. Die A21 war dabei zeitweise gesperrt.

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