Schreckens-Bilanz

Gefahr Schulweg: 1.211 verletzte und 6 tote Kinder

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Sechs Kinder starben 2015 
in Österreich bei einem Verkehrsunfall am Schulweg.

Der tragische Fall der kleinen Andrea (7) er­innert an das Schulkind Fabian W. (8), das auf seinem Schulweg vor sieben Jahren auf der Döblinger Hauptstraße von einem Lenker erfasst und getötet wurde. Der Autofahrer, der ein Blackout hatte, musste nicht in Haft, sondern nur 9.000 Euro Geldstrafe zahlen. Der Fall trat damals eine Diskussion um die Schulwegsicherheit los. Der Tod von Andrea könnte das Thema wieder aufkommen lassen.

Unfälle. Laut einer vom ÖAMTC bearbeiteten Unfallforschung auf Datenbasis der Statistik Austria fielen im Jahr 2015 österreichweit insgesamt 1.217 Kinder (0 –14 Jahre) Verkehrsunfällen am Schulweg zum Opfer. Es wurden 1.028 Kinder leicht und 183 schwer verletzt. 6 Kinder überlebten die Unfälle nicht. Fünf der sechs Todesopfer waren als Fußgänger unterwegs, eines fuhr auf seinem Fahrrad. Die meisten Verkehrsunfälle mit Kindern am Schulweg trugen sich in Wien zu (282), gefolgt von NÖ (207) und OÖ (196). "Kinder erleben den Straßenverkehr anders als Erwachsene. Sie sind kleiner und lassen sich leicht ablenken. Sie glauben, dass ein Autofahrer sie genauso gut sehen kann, wie sie ihn sehen", so Expertin DI Sabine Kaulich vom Kuratorium für Verkehrssicherheit.

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