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Kärnten

Hohe Inzidenz wegen Gasthaus-Cluster

67 Infizierte bedeuten Inzidenz von 225.  

Ein Corona-Cluster in einem Gasthaus hat in den vergangenen Tagen die Inzidenz im Oberen Gurktal in Kärnten in die Höhe schnellen lassen. Wie Gerd Kurath vom Landespressedienst am Freitag mitteilte, lassen sich viele der Infektionen im Bezirk Feldkirchen auf eine Feier vor eineinhalb Wochen zurückführen. 67 Infektionen bedeuten in dem kleinen Bezirk eine Sieben-Tage-Inzidenz von 225.

Laut Kurath waren die Wirte positiv, sie dürften sich auf einer Reise angesteckt haben. Betroffen sind zahlreiche Personen aus mehreren Gemeinden im oberem Gurktal, wo es viele Großfamilien gibt und die hochansteckende Delta-Variante sich so leicht verbreiten konnte. "Wir gehen davon aus, dass die Zahlen bald zurückgehen sollten, wenn sich die Leute an die Quarantäne halten und schauen, dass die Viren nicht weitergeben werden", so Kurath. Außerdem finden in diesem Bereich verstärkte Kontrollen in Gastbetrieben statt.

Sollten die Zahlen nicht nach unten gehen, müssten weitere Maßnahmen getroffen werden, diese reichen bis hin zu Ausreisetests. Allerdings ist die Inzidenz nicht das einzige Kriterium dafür, auch die Bettenbelegung auf den Normal- und Intensivstationen und die Durchimpfungsrate fließen in die Überlegungen mit ein. In der nun betroffenen Region liegt die Durchimpfungsrate bei 52 Prozent, außerdem hat keiner der Infizierten einen schweren Verlauf.

Ganz allgemein haben die Contact Tracer in Kärnten immer wieder mit positiv Getesteten zu kämpfen, die die Aussage verweigern oder falsche Angaben machen. In solchen Fällen könnte es sogar Verwaltungsstrafverfahren geben.
 



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