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Schienenersatz-Verkehr

Kabeldiebe legen Südbahn lahm

Das Kupferkabel wurde nördlich und südlich von Graz ausgegraben.

Wegen gestohlener Erdungskabel ist es am Dienstag zu erheblichen Problemen im ÖBB-Zugsverkehr auf der Südbahn gekommen. Am Vormittag musste der Zugverkehr nördlich von Graz zwischen Pernegg und Mixnitz teilweise eingestellt werden. Am Nachmittag war auch die Strecke Spielfeld-Leibnitz betroffen. Unbekannte hätten in der Nacht Kupferkabel, das von den Oberleitungen als eine Art Blitzableiter in den Boden verlegt waren, abgezwickt und weggeschafft, hieß es seitens der ÖBB.

Gegen 9.00 Uhr war einem Wartungsarbeiter aufgefallen, dass an einer Stelle zwischen Graz und Bruck das Erdungskabel fehlte. Als die gesamte Gleisanlage kontrolliert wurde, stellten die Bahnmitarbeiter fest, dass auf einer Strecke von rund sieben Kilometern entlang beider Seiten die Kabel verschwunden sind. Insgesamt handle es sich nördlich von Graz um rund 850 Kilogramm Kabel - 350 Erdungen zu je fünf Metern Länge -, die abgezwickt und vermutlich mit einem Transporter über den neben verlaufenden Radweg weggeschafft wurden. Wegen des Schadensausmaßes musste der elektrische Zugverkehr aus Sicherheitsgründen eingestellt werden.

Probleme im Verkehr
Knapp 50 ÖBB-Mitarbeiter seien mit der Reparatur beschäftigt und montieren neue Kabel, so ÖBB-Sprecher Walter Mocnik. Bis etwa 13.00 Uhr musste der Fernverkehr mit Dieselloks geführt werden, für den Nahverkehr wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Gegen Mittag wurde schließlich bekannt, dass auch in der Südsteiermark Erdungskabel verschwunden sind. Wie viele es dort genau sind, konnte Mocnik vorerst nicht sagen. Ab 13.00 Uhr soll auch auf der Strecke Spielfeld-Leibnitz ein Schienenersatzverkehr anlaufen. Probleme könnte es geben, wenn die im Norden eingesetzten Ressourcen nicht rechtzeitig für die südliche Schadensstelle frei würden, hieß es.



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